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Rorri Runculos
Spezies
Mensch
Klasse
Lehrling
Gilde
Gildenlos
Stadt
URL
Charakterbeschreibung
Spitznamen: Bienen Runci Äusseres Inneres Rorri Runculos' Kindheit war ein Gemälde des Nordens: behütet auf einem Bauernhof, bestimmt, das Lebenswerk seiner Eltern zu übernehmen. Doch das Schicksal schlug zu. Ein glühender Blitz zerriss die Idylle, ein unbändiges Inferno verschlang alles. Nicht nur das Zuhause, sondern auch den Anker seiner Familie. Aus der Asche vertrieben, suchten sie ihr Glück in der nächsten Stadt – ein Ort, der sich schnell als Schreckenskammer entpuppte. Die "Stadtkrankheit" – eine ätzende, grünliche und stinkende Luft – raubte ihm zuerst seine Mutter und kurz darauf seine kleine Schwester. Der Vater, zerbrochen von Trauer und Verzweiflung, irrlichterte fortan durch die Gassen, bis er eines Tages vom Wachturm sprang, einem Wahn verfallen, er könne fliegen. Rorri, entwurzelt und der Welt der blühenden Felder entrissen, verdingte sich mit jeder niederen Arbeit, die er finden konnte. Nur so konnte er sich ernähren und das schimmelige, von Moder durchzogene Hinterzimmer im ältesten Gasthof der Stadt bezahlen. Ein Loch, das seine innere Leere nur noch verstärkte. Doch selbst im tiefsten Elend blühte unerwartet ein zarter Lichtblick. In den schattigen Gassen, wo Hoffnung oft erstickte, traf er auf die liebreizende Cadisha. Ihre Intelligenz, gepaart mit seiner Geschicklichkeit, wurde zu ihrem gemeinsamen Rettungsanker. Gemeinsam zogen sie sich aus dem Sumpf des Daseins, Stein für Stein bauten sie sich ein lebenswerteres Leben auf. In einer Nacht, die von Leidenschaft und dem Echo verborgener Wünsche erfüllt war – eine frevelhafte Vereinigung vor dem Segen der Priester – erkannten sie, dass ihre Seelen für immer miteinander verwoben waren. Sie traten vor die Priester, die ihre Gemeinschaft im Namen der Götter besiegelten. In einer stürmischen Nacht, während seine Tochter vor Erschöpfung und Cadisha im Fieberwahn schliefen, schlich sich Rorri erneut in die Kneipe, ein verzweifelter Versuch, der Wirklichkeit für einen Moment zu entfliehen. Doch während er sich betäubte, brach der Wahnsinn über die Stadt herein. Die Stadtwachen, blind vor Rausch und Grausamkeit, fegten durch die Gassen. Sie schlugen und töteten wahllos, ohne Ansehen von Person oder Rasse. Ihr brutaler Zug führte sie auch zu Rorris bescheidener Behausung. In seiner hastigen Flucht in die Kneipe hatte Rorri die Tür unverschlossen gelassen. Die Wachen brachen ein, ihre bestialische Wut entlud sich an seiner wehrlosen Familie. Als Rorri aus dem Nebel des Schocks erwachte, waren seine ersten Gedanken bei Cadisha und Magala. Er fand ihre leblosen Körper, trug sie aus der Stadt hinaus und begrub sie unter einem jungen Apfelbaum. Das Innere zerrissen, ließ er alles zurück. Er irrte monatelang ziellos umher, ein wandelndes Gespenst von Hunger und Elend, bis er in der tiefsten Einsamkeit und Stille eine kleine, verlassene Hütte fand. Dort ließ er sich nieder, ein Versuch, sein zerrüttetes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Eines sonnigen Mittags jedoch, während er seinen wohlverdienten Mittagsschlaf hielt, wurde er von seltsamen Geräuschen geweckt. Jemand schlich um seine Hütte. Er spähte aus dem Fenster, doch niemand war zu sehen. Er wähnte sich schon getäuscht, als ihn plötzlich eine unsichtbare Macht festhielt. Zwei unheimliche, fremde Gestalten standen plötzlich in seiner Hütte. Einer von ihnen zwang ihm eine widerlich blaue Flüssigkeit ein. Ein Kribbeln durchfuhr seinen gesamten Körper, und ein unerwartetes Kichern entwich ihm, als er vom Boden abhob und schwebte. Lange hatte er sich nicht mehr so leicht und unbeschwert gefühlt, und die bedrohlichen Besucher schienen plötzlich nicht mehr ganz so furchteinflößend. Sie zogen ihn mit sich fort aus seiner geliebten Hütte. Das Hochgefühl wich nackter Panik – Panik um seine Bienen, die er verlassen hatte. Er protestierte lautstark, jammerte, doch es nützte nichts. Sie brachten ihn in die Unterstadt, wo er in einen feuchten Kerker geworfen wurde. Als die Wirkung des blauen Elixiers nachließ, erkannte er die ganze Misere seiner Lage. Doch lange Zeit zum Nachdenken, warum er aus seiner Abgeschiedenheit gerissen worden war, blieb ihm nicht. Er wurde in eine Arena gebracht, zur Belustigung der Drow, um mit bloßen Händen zu kämpfen! Er scheiterte kläglich, fand ein brutales Ende. Nach einer Ewigkeit im Nebel des Todes schien dieser sich zu lichten. Ein schwaches Licht drang an seine Augen. War dies das Jenseits? Nein, dafür war es hier zu nass, zu kalt, zu muffig. Langsam realisierte er: Er war von den Toten zurückgekehrt. Doch was nun? Wie sollte er dieser Arena entkommen, bevor die Drow ihn erneut fassen und seinem Schicksal entgegenwerfen konnten? Die Luft war erfüllt vom Geruch von Schweiß, Angst und dem leisen Knistern dunkler Magie, die von den Rängen herabzulaufen schien. Er spürte den harten Boden unter sich, die Enge der feuchten Luft in seinen Lungen. Ein Überlebensinstinkt, den er fast vergessen hatte, erwachte in ihm. Er blickte sich um, seine Augen suchten nach einem Ausweg, nach einem Hinweis, wie er diesem Albtraum entkommen konnte... |