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Gobbas und Robbas Meisterplan [Ettinüberfall]

Gobba und Robba

Gobba und Robba hatten etwas entdeckt. Etwas Großartiges. Etwas, das ihre beiden Köpfe zugleich mit derselben wunderbaren Idee erfüllt hatte – was bei Ettins bekanntermaßen nicht allzu häufig vorkam. Doch diesmal waren sie sich einig gewesen: Dieses Stück Land war perfekt.

Die Halbinsel lag ruhig zwischen Wasser und Berg mit etwas Wald darauf, ein Stück Erde, das offenbar niemand für sich beanspruchte. Keine Mauern, keine Banner, keine Wachen. Nur ein schmaler Zugang vom Festland her, leicht zu bewachen und noch leichter zu verteidigen. Für Gobba und Robba war das nicht bloß ein hübscher Ort – es war eine Einladung. Eine Einladung, genau das zu tun, was sie am liebsten taten: Leute gobben und anschließend gründlich auszurobben.
Schließlich hieß ihre Bande auch Gobbas Robbaz!

Gobba hatte zuerst gelacht, eines dieser tiefen, kehligen Brüllen, bei dem selbst die anderen Ettins erschrocken ausprangen. Robba hatte zustimmend genickt – soweit zwei Köpfe eben gleichzeitig nicken können – und sofort den Plan verkündet: Hier würde ein Fort entstehen. Ein richtiges Fort. Mit Palisaden aus frisch gefällten Bäumen, mit einer großen Feuerstelle in der Mitte und vielleicht sogar einem Turm aus übereinander gestapelten Steinen. Nicht besonders gerade, aber hoch genug, um schon von weitem zu sehen, wenn sich neue Opfer näherten.

Also hatten sie ihre Kumpels zusammengerufen. Und die JUNGZ natürlich. Eine ganze Horde von grobschlächtigen Kerlen, Trollen, ein paar Orks und anderen Gestalten, die alle ungefähr dieselbe Lebensphilosophie teilten: Wenn jemand vorbeikam, dann gehörten seine Sachen bald ihnen.

Nun standen sie also dort auf ihrer Halbinsel. Einige schlugen Holz, andere zerrten Baumstämme an den Strand, während ein paar besonders ehrgeizige JUNGZ bereits damit begonnen hatten, eine krumme Palisade aufzustellen. Gobba grinste breit über das Wasser hinweg, während Robba mit seinem Kopf in die andere Richtung schaute und prüfte, ob vielleicht schon jemand den Weg entlangkam.

„Gutez Lanth“, brummte Gobba zufrieden.

„Sehr gutezz Lanth“, antwortete Robba.

Und irgendwo in ihren beiden Köpfen entstand derselbe Gedanke:
Hier würde bald jemand vorbeikommen. Und dann würde endlich wieder ordentlich gegobbt und ausgerobbt werden.

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