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Re: Re: Ein Kette im Schaufenster [Blackrock Syndikat]

Ein tiefes, bestimmtes Klopfen riss Anna schlagartig aus ihrer Trance. Nur einen Wimpernschlag davon entfernt, dem Pulsieren im Inneren des Steins sein Geheimnis zu entlocken, hielt sie inne. Der grüne Schimmer schien unter ihren Fingerspitzen zögerlich zu verblassen, als das Kerzenlicht flackerte.

Mit einer schnellen, fließenden Bewegung entzog sie die Kette dem Lichtkegel und legte sie behutsam auf dem dunklen Holz des Schreibtischs ab.

Die schwere Tür des Kontors knarrte leise, als der Eingetretene die Schwelle überschritt.
Ohne große Worte oder ausschweifende Begrüßungen wies sie auf die auf dem Tisch liegende Silberkette. Das Edelmetall wies an mehreren Stellen deutliche Spuren der Zeit auf; die dünne Versilberung war stellenweise abgetragen und stumpf geworden.

„Nimm dies“, wies Anna die Person mit ruhiger, unanfechtbarer Stimme an. „Sorge dafür, dass das abgetragene Silber fachgerecht neu beschichtet wird. Wenn die Arbeit getan ist und die Kette wieder makellos glänzt, bringst du sie hinunter in den Laden.“

Sie machte eine kurze Pause und fixierte ihr Gegenüber eindringlich.

„Positioniere sie prominent in der Auslage. Der Preis beträgt exakt 250.000 Goldstücke. Kein Handeln, keine Zugeständnisse.“

Der Eingetretene nickte stumm, nahm die Kette vorsichtig auf und trat den Rückzug an. Als sich die Tür hinter Ihm wieder schloss und das Klacken des Schlosses im stillen Kontor verhallte, blickte Anna noch einen Moment lang auf die leere Stelle auf der Tischplatte. Der Stein mochte Rätsel bergen – doch im Kontor des Syndikats bestimmte vorerst wieder das Geschäft den Takt.

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