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Die Waldzwerge waren wieder da [Blackrock Syndikat]

Piet

Er hatte es kommen sehen. Genau genommen hatte er das eigentlich nicht, denn ansonsten hätten sie ihn nicht so unvorbereitet aus dem Hinterhalt überfallen können.

Einige Stunden zuvor:
Die anderen beiden hatten die Taverne über der Arena nach ihren unbeholfenen Anbandelungsversuchen schon längst verlassen. Bei dem einen oder anderen Krug Bier versuchte Piet noch immer zu ergründen was er hätte tun können um diesem schüchternen jungen Mann beim Werben um seine Liebste zu helfen. In Gedanken versunken, das Wasserfallartige Gebrabbel von Gabe hörte er schon gar nicht mehr, ging er noch einmal die Situation am Abend durch.

Er hatte sich doch schon extra direkt an den Anfang der Bank gesetzt, so dass sie sich zu dem jungen Mann setzen musste. Aber irgendwie konnte dieser die Gelegenheit nicht nutzen. Unbeholfen stammelte er etwas von seiner Kette die er dannn immerhin seiner Angebeteten zeigte doch schließlich auf ganzer Linie scheiterte.

„Weeßte Gabe … de Piet is ja nu ooch nich so de janz jroße Minnesänga un Schmonzettnreißa, de Zeitn sin voabei. Aba wat de Jung da jebracht hät. Eh, des hätte de Piet noch bessa hinjekriecht. Hässte des jesehn wassa jemacht ham tut? Vakooft hätta de Kette. Vakooft an de Frau. Is dea beis reinkommn mitn Kopp jegen de Dachbalkn jeknallt oda was? De kennst de Frau um de de werm tust nicht de Kette vakoofn. East zeichn un denne vakoofn. Meh, de hätt ja voll eh anne Omme.“

Hätte Piet etwas sagen sollen? Dem jungen Mann ein Zeichen geben? Ganz klassisch unter dem Tisch gegen das Schienbein treten oder doch aus versehen den Bierkrug umschütten?
Piet war sich nicht sicher. Auf der einen Seite wollte er sich in derlei Dinge nicht einmischen, was soll das soll und was nicht soll, das soll nicht. Seine Devise seit langer Zeit. Auf der anderen Seite machte es ihn ganz unruhig zu sehen wie der junge Mann all seine Chancen in den Sand setze.

Ein weiterer Krug kühlen Bieres wanderte, mit gekonnter Handbewegung Luises, vom Zapfhan direkt in Piets Hände und von dort direkt zu den trockenen Lippen.

„Gabe ...“ eine ausreichend große Trinkpause für ein paar Schlückchen aus dem Krug ließ Piet verstreichen „ … Gabe, lass dia vonne Piet jesacht sein, de Leude heudßutache machen det allet viel ßu komplitückisch als des sein tun muss. Friha, de wa des allet noch janz andassa. De ham de Leud jemacht was jemacht wean tun muss un nicht so rumjedingst. Jawoll.“

Einige ausschweifende Erkläreungen und noch mehr Bierkrüge später verließ Piet die Taverne. Auch wenn es ihn nichts anging hatte er sich wohl doch mehr Gedanken um den jungen Mann und seine Angebetete gemacht und war daher nicht so aufmerksam wie sonst. Anders war es für Piet nicht zu erklären, dass er die Waldzerge nicht hat kommen sehen. Ein harter Schlag gegen den Hinterkopf war es der ihn umgehauen und auf die Pflastersteine des kleinen Weges zu seinem Haus geschickt hat.
Der Morgen dämmerte bereits als Piet wieder zu sich kam und froh war dass er sowohl sein Haus als auch das ganze Blech davor magisch gesichert zu haben. So konnten die Waldzwerge ihm immerhin nicht seinen wertvollsten Besitz stehlen. Dennoch wurmte es ihn dass sie ihn überhaupt überwältigen konnten, auch die Tatsache dass er es ihnen wohl nicht leicht gemacht hat, zumindest erzählte davon ein Strauch am Platz des Bundes, brachte nur wenig Erleichterung.

In Zukunft, so schwor es sich Piet, würde er wieder aufmerksamer sein wenn er zu später Stunde von der Taverne nach Hause ging.

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