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Ein Einbruch will geplant sein...

Naru

In Britain, direkt am Marktplatz, lag Narus Heim neben Verians Laden. Von dort aus hatte sie einen guten Blick auf das stattliche Haus, dessen blanke Fenster und schwere Türen die mehr verrieten, als Verian vermutlich lieb war. Seit Tagen überlegte sie, wie sie hineingelangen könnte.

Naru saß des Nachts an ihrem Fenster im oberen Stockwerk und zeichnete einen Grundriss des Nebenhauses auf ein Stück Packpapier. Vorn lag der Laden, dahinter ein schmaler Hof. An der Seitenwand hatte sie ein kleines Fenster entdeckt, das manchmal offenstand. Sie notierte, wann Verians Diener die Läden schlossen, wann die Wachen ihre Runde drehten und welche Tür im Hof beim Zuschlagen immer klemmte.

Für den ersten Plan brauchte sie einen Mantel, der sie wie eine Lieferantin aussehen ließ, einen Korb mit leeren Flaschen und eine überzeugende Geschichte über eine verspätete Bestellung. Falls das scheiterte, wollte sie über die Dächer kommen. Dafür fehlten ihr noch ein kräftiges Seil, ein Enterhaken und Handschuhe, die keine Spuren auf dem Ziegel hinterließen. Als dritte Möglichkeit blieb der alte Abwasserkanal – vorausgesetzt, sie fand heraus, ob er wirklich bis unter Verians Haus führte. Dafür musste sie eine Karte auftreiben und jemanden, der sich mit den Gängen auskannte.

Die Liste wurde länger: Wachs für einen Abdruck der Schlüssel, eine kleine Laterne mit abgedeckter Flamme, trockene Kleidung und ein Beutel für alles, was sie unterwegs fand. Naru setzte hinter jeden Punkt ein Kästchen. Dann hielt sie inne. Verian war reich, aber sicher nicht dumm. Vielleicht gab es Alarmglocken, vielleicht sogar Fallen. Sie brauchte also noch einen Ablenkungsplan.
und 2 Häuser weiter war die Geschäftsstelle des Kontors des Blackrocksyndikats... die hatten sich einiges was sie brauchen konnte, und vielleicht gab es auch etwas in Form von Ablenkungen zu erwerben...

Als nebenan eine Tür knarrte, blies Naru hastig die Kerze aus. Im Dunkeln grinste sie. Morgen würde sie zuerst die Dachrinne prüfen. Den Rest konnte sie immer noch improvisieren – Piratin war schließlich auch eine Frage der Einstellung.

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