In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv mit der Weiterentwicklung des Klassensystems beschäftigt. Ziel war es, eine Lösung zu finden, die sowohl rollenspielerisch als auch vom Aufwand her für alle sinnvoll ist.
Dabei waren uns zwei Punkte wichtig:
Einerseits soll Fortschritt für alle Spieler möglich sein, auch wenn sie nicht regelmäßig am RP der Institutionen teilnehmen können.
Andererseits soll engagiertes Rollenspiel weiterhin sichtbar gewürdigt und belohnt werden.
Das Ganze musste noch mit dem Aufwand gebalanced werden, den wir als Staff und ihr als potentielle Lehrkörper dort mit einbringen müsst.
Was nützt das schönste Klassenkonzept, wenn es schlicht keine Lehrer gibt? Oder die bestehenden Lehrer/Schüler sich nicht mögen?
Daher kamen wir zu folgendem Entschluss:
Künftig können alle Klassen, unabhängig davon, ob sie Magier, Krieger, Kleriker oder Handwerker sind, bis Stufe 4 ohne verpflichtenden Besuch einer Akademie oder Ausbildungsstätte aufsteigen.
Dieser Fortschritt ist rein spielmechanisch möglich und soll sicherstellen, dass niemand durch begrenzte Kapazitäten oder fehlende Ausbilder ausgebremst wird.
Der Aufstieg auf Stufe 5 setzt hingegen eine ingame erbrachte Leistung voraus. Diese kann in Form einer Prüfung, einer Queste oder einer vergleichbaren rollenspielerischen Darstellung erfolgen.
Für Magier könnte dies beispielsweise eine eigene Forschungsarbeit oder eine dokumentierte arkan-magische Leistung, oder ein Quest sein.
Für Krieger eine taktische oder kämpferische Bewährungsprobe oder eine formale Abschlussprüfung an einer Spielerakademie (sofern sich dort Interessenten finden).
Für Handwerker bietet sich ein Meisterstück, ein Magnum Opus oder eine Prüfung vor einer Zunft an.
Bedenkt dabei bitte eines.
Der rein spielmechanische Weg wird hier keine besondere Anerkennung von Form von Insignien, Dokumenten oder Ausrüstung erfahren.
Wer jedoch offiziell eine Ausbildung an einer Akademie absolviert oder sich einem Meister-Lehrling-Prinzip (hier z.B. Paladine <-> Knappen) unterzieht, kann entsprechende Nachweise und auch gesellschaftliche Anerkennung erhalten. Dazu zählen etwa Diplome, Meisterbriefe, standesgemäße Gewandung oder institutionelle Unterstützung. Auch für NPCs kann ein solcher Nachweis relevant sein, wenn es um die Vergabe von Aufträgen oder verantwortungsvollen Positionen geht.
Spielerbetriebene Akademien und Ausbildungsmodelle behalten damit ihre Bedeutung und erhalten eine klare Rolle innerhalb des Systems. Sie sind kein Pflichtweg, bieten jedoch zusätzlichen Mehrwert für alle, die diesen Schritt bewusst gehen möchten.
Wer sich bis zu Stufe 4 ohne Ausbildung hochgeklickt hat und später eine offizielle Ausbildung nachholen möchte, kann dies selbstverständlich tun. Wir haben an einen sekundären Ausbildungsweg gedacht.
Die angedachte Ausbildungsdauer für eine nachträgliche formale Prüfung liegt bei etwa 30 bis 45 Tagen, in der der Interessierte Spieler, oder die interessierte Spielerin, seine bzw. ihre Ausbildung und oder Prüfungen absolvieren kann.
Diese Zeit in RL-Tagen ist explizit so gewählt worden, dass der betreffende Spieler und das Lehrpersonal Zeit für den RP Fluff drumherum haben. Im Magieguide (bzw. den jeweiligen Klassenguides/Wikiseiten) stehen dann die genauen Anforderungen, die benötigt werden, um dies zu erreichen.
Mit diesem Modell möchten wir einen fairen Mittelweg schaffen, der sowohl Freiheit als auch Tiefe ermöglicht. Euer Fortschritt soll nicht von organisatorischen Engpässen abhängen, die immer wieder entstehen können, sei es durch Krankheit, Urlaub oder einfach nur akute Fälle von Unlust. Gleichzeitig soll engagiertes Rollenspiel weiterhin sichtbar und spürbar belohnt werden.
Wir freuen uns über konstruktives Feedback zur konkreten Ausgestaltung der Prüfungen und Anerkennungen.
Die SW-Pedia hierzu wird in den kommenden Tagen angepasst werden. Es steht euch natürlich frei hier bereits tätig zu werden.