Ein Bericht auf dem Tisch des Bürgermeisters zu Minoc
Stadtwache Minoc
Am frühen Morgen, als der Nebel noch schwer zwischen den Felsen der Minoc-Mine hing und die ersten Bergleute ihre Werkzeuge aus den Schuppen holten, wurde eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. Zwischen zwei Geröllhaufen, dort wo normalerweise nur rostige Loren und verlorene Spitzhacken lagen, saß ein kleines Ettinkind. Es war kaum größer als ein menschlicher Knabe, hatte jedoch bereits zwei Köpfe, die sich gegenseitig anknurrten und gelegentlich versuchten, sich selbst in die Ohren zu beißen. Offenbar war es über Nacht dort zurückgelassen worden. Einige meinten, die Mutter müsse es ausgesetzt haben – andere behaupteten, sie habe es schlicht vergessen. Ein gesetzestreuer Bürger meldete den Fund umgehend der Stadtwache. Kurz darauf erschien ein einzelner Wachmann, sichtbar missmutig über die Aufgabe, ein heulendes, übel riechendes Ettinkind einzusammeln. Der Versuch, das Wesen mit einem Sack einzufangen, entwickelte sich jedoch rasch zu einer handfesten Katastrophe. Das kleine Monster biss ihn gleich zweimal in die Hand, kreischte wie ein Kessel voller Katzen und warf – zur allgemeinen Bestürzung der umstehenden Bergleute – eine erstaunlich präzise Portion Ettinkot nach ihm. Der Wachmann verlor daraufhin jede Geduld und machte dem Vorfall mit seinem Schwert ein abruptes Ende. Nun munkeln die Leute in den Tavernen von Minoc allerdings, dass der Mann seitdem hohes Fieber habe. Und zwei sehr seltsame Bisswunden. Manche behaupten sogar, er rede inzwischen mit sich selbst. Beiträge in diesem Thread
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