Gold weg, Problem gelöst!
Der Ettintalkönig
Der Haussegen im Ettintal hing schief, denn der Ettinkönig hatte genug. Nicht von den ganzen Kriegen oder Helden. Nicht einmal von den nervigen Magiern, die hier ständig alles anzündeten, was sie nicht verstanden oder untersuchen wollten. Nein – er hatte genug davon, dass diese „Helden“ ständig seine Schatzkiste stahlen. Ständig war sie leer. „ICH LEG GOLD REIN!!“ brüllte der eine Kopf. Jedes Mal – wirklich jedes Mal, wenn er nachsah, war es dasselbe Bild. Deckel auf. Nichts drin. Bestenfalls noch eine alte, vergilbte Schriftrolle. Manchmal war sogar die noch von Exkrementen beschmiert, weil ein nichtsnutziger Krieger sie mit Klopapier verwechselt hatte. Die Keule fuhr neben seinem Thron herab mit einem gewaltigen WUMMS. Einer der Trolle verlor vor Schreck fast seinen eigenen Fuß (also, er hatte ihn schon verloren – gemeint war sein Holzbein), und auch die Orks hörten auf, sich gegenseitig in den Ohren nach leckeren Maden zu suchen. „KEINE KISTE MEHR!!“ Stattdessen kam der Ettinkönig auf eine grandiose Idee. Diese war in seinen Augen natürlich absolut genial. Wenn die Helden und so weiter Schätze so gerne suchten … dann sollten sie dies auch müssen. Der Ettinkönig schulterte seine Kiste und trug sie voller Stolz davon. Außerdem erteilte er ein Dutzend Befehle. Die Orks sollten endlich losziehen und geheime Keller finden. Löcher im Boden. Die Trolle wurden ausgesandt, um die Fundamente von Brücken zu prüfen, ob diese geeignet waren für Kisten. Und wie Orks und Trolle so sind, begannen diese ebenfalls, ihr Hab und Gut in Kisten zu packen und zu verstecken. Nun liegen überall in der Welt die Schätze versteckt. Irgendwo im Wald, meist unter Bäumen und Steinen, bei denen man sich deutlich fragt – buddelt dort jemand? Auf seinem Thron sitzt der Ettinkönig und prahlt laut: „JETZT KLAUT KEINER MEHR!“ Beiträge in diesem Thread
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