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Eine Bitte um Aufnahme am Institut.

Ancanagar Tyenes

Bleiches Wachs, geprägt von einer stilisierten Lilie, versiegelt einen Umschlag, addressiert an das Institut im Allgemeinen. Darin ein Bogen schweren Papiers, schneeweiß, der leiseste Duft verwunschener Blüten, einfach und scharf gefaltet und dann die helle Leere füllend, präzise, geübt, eine Schrift aus dünner Feder, nachtschwarze Tinte, Majuskel geschmückt in zurückhaltenen Arabesken, und gerade die Überschrift fordert die Aufmerksamkeit des ersten flüchtigen Blickes mit zentraler Position und konstruierter Eleganz. Die Zeilen darunter, etwas einfacher, sind jedoch nicht minder aufmerksam geschrieben. Nur die Unterschrift bricht aus dem Bild aus, engere Buchstaben, kursiv, die hohen Über- und Unterlängen ein Kontrast zum Rest, und auch wenn die Tinte ebenfalls schwarz ist, die Weise, mit der die Tinte vom Papier getrunken wurde, unterscheidet sich vom Rest des Schriftstückes und lässt auf eine andere Tintensorte schließen.

Eine Bitte um Aufnahme am Institut

In Anbetracht der mysteriösen Ereignisse der letzten Wochen
und der daraus und anderweitig errungenden Erkenntnis der
eigenen Ungenügendheit erbitte ich die Möglichkeit einer
Vorstellung vor dem Institut. Vormals trug ich den Titel einer
Magierin, unterrichtet in den Hallen zu Moonglow und Freystaett,
bevor ich ihn von mir wies, um mich von Grund auf neu zu formen.
Meiner Konstitution und meiner Arbeit, den Sternen Geheimnisse
abzuringen, ist es geschuldet, dass ich - so meine Person in
Betracht zu einem Vorsprechen gezogen wird - mich an einem
spät-abendlichen Zeitpunkt am leichtesten einfinden kann.
Ich verbleibe mit achtendem Gruß und erhoffe eine Antwort.

Ancanagar Tyenes,
Suchende eines Pfades zu den höchsten Gipfeln der Magie



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