Die Angelegenheit mit Skar Finsterschwert hatte Jhea'kryna zunächst amüsiert. Der Duergar hatte ihr eine Aufgabe gegeben. Eine Aufgabe wie er Sie bereits so vielen anderen Gegeben hatte. Er hatte auch eine wichtige Funktion in Elashinn. Sargtline, und andere hauslose Drow, die nicht direkt unter ihrem Befehl standen, konnten Sie nützlichen Aufgaben zugeführt werden. Töte einen Troll, erhalte Gold. Töte einen Drachen erhalte gegebenenfalls einige magische Komponenten. So etwas. Dann war sie losgezogen. Es war keine sonderliche lange Jagd gewesen. Die Kreature brüllte, spiel Feuer und glaubte, ihre gewaltige Größe würde sie retten. Am Ende war sie dennoch gefallen. Wie so vieles fiel. Jhea'kryna hatte den Auftrag selbst erfüllt, beinah aus einer Laune heraus, und sich später aufgemacht, ihre Belohnung einzufordern. Nur hatte Skar sie angesehen wie eine Fremde. Keine Erinnerung. Keine Ahnung. Kein Auftrag. Kein Wyrm. Sie erinnerte sich noch an sein Gesicht. An dieses langsame Begreifen. An den Augenblick, in dem ihm dämmerte, dass er gerade einen gewaltigen Fehler gemacht hatte. Heute stand Jhea erneut vor dem Gebäude des Taskmasters. Aber Skar Finsterschwert war verschwunden. Zurückgeblieben waren ein einzelner rauchender Stiefel, ein kleiner Haufen Asche – und sein Bruder - Vaskar. Er wirkte blasser als es für einen Duergar gesund war. Seine Haltung war steif, seine Hände lagen ruhig auf dem Tisch. Jhea'kryna sah die Nervosität in seinen Augen. Sie bemerkte den Schweiß an seiner Stirn und wie sein Blick immer wieder für den Bruchteil eines Herzschlags zu dem Stiefel wanderte, der noch immer in einer Ecke stand. Jhea betrachtete ihn schweigend. „Nun, Varkar“, sagte sie ruhig und strich mit einem Finger über die Tischkante. „Ich höre, der Posten wurde überraschend frei.“ Der arme Narr schluckte hörbar. Gut. Er lernte bereits.
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