Gesucht: Krieger und BestienjägerIn Djabis Hütte hing schwer das Aroma feuriger Linsen und Wüstengewürze in der Luft. Auf dem Tisch glänzten klebrige, geschälte Früchte für den Nachtisch. In der Ecke schnaubte sein Packpferd unruhig, die Satteltaschen waren prall gefüllt mit hochglanzpolierten Barren, dem Ertrag eines harten Monats in den tiefen Adern der Erde. Djabi führte den Löffel gerade zum Mund, als die Welt aus den Fugen geriet. Ein rhythmisches Beben ließ den Eintopf in der Schale erzittern. Erdbeben waren in diesen Ausläufern der Wüste selten, doch dieses Zittern war anders... Schwerfälliger. Dann schlug ihm der Gestank entgegen: eine Welle aus modrigem Fleisch und verwestem Fisch, so dicht, dass es ihm die Kehle zuschnürte. Ein vorsichtiger Blick durch die Fensterspalte bestätigte seinen Verdacht. Schatten, so groß wie Häuser, schoben sich vor den Mond. Ettins. Ein ganzer Clan, begleitet von ihren missgestalteten, zwei-köpfigen Sprösslingen, die wie hungrige Schatten über die Dünen fegten. Djabi legte den Löffel ab. Sein dunkles Gesicht spiegelte sich im Feuerschein, während er einen leisen, grimmigen Fluch ausstieß. Fliehen? Zu einfach. Aufgeben? Kam nicht infrage. Doch was konnte ein einzelner Handwerker gegen eine Horde zweiköpfiger Bestien ausrichten? Er griff zur Feder und schrieb, während draußen das Stampfen der Riesen näher kam. In einer hastigen Nachtaktion ritt er die Städte Minoc, Britain und Cove an, bis er schließlich die letzte Nachricht in der Taverne an den Tresen nagelte.
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