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Re: Ein Lichtschein in Elashinn - Depesche an Minnersbach

Tath'raen

Nun hatte Tath'raen seine Interpretation der frevelhaften Statue in Händen. Sie sah dem Original noch recht ähnlich, hatte jetzt jedoch diese wunderbaren Smaragdaugen, die Berg'inyon ihm gab. Die Statue war nun proztig, übersexualisiert und grottenhässlich - genau das Richtige für Minnersbach. Also machte Tath'raen sich daran zwei Briefe zu formulieren. Den ersten Schicke er an den Palast in Elashinn.

Usstan shinilja whol brat'rain dos xuil nindol char'riss, Malla Ilharess. Rilu'oh, abbanelithl mial'kan vorun nindel udos sila natha belbol ulu Minnersbach—natha dso'u intended ulu udossta folggash. Usstan vos es'tess tu'esu nindel dos kus natha Akh xuil uns'aa ji nindel Elashinn xal tlu beannaighus. Alur taga natha jahk Sargtlin saph usstan gumash acratura. - Tath'raen

[Ich entschuldige mich dafür, dass ich euch mit dieser Nachricht belästige, Malla Ilharess. Doch die Politik verlangt, dass wir ein Geschenk nach Minnersbach bringen - eine Statue, die unsere Freundschaft bekräftigen soll. Daher ersuche ich euch untertänigst, mir eine Delegation mitzugeben, so dass Elashinn repräsentiert werden kann. Besser als ein einfacher Sargtlin wie ich es könnte. - Tath'raen]

Dann verfasste er den Zweiten Brief, den er nach Minnersbach an die Lords of War schickte. Und für diesen wählte er den ganz dicken Pinsel:

Den hochgeehrten und ruhmreichen Herren des Kriegsrates zu Minnersbach, den wackeren Hütern von Ordnung, Stärke und Ehre,

Ehrerbietigst entbietet Tath’raen, demütiger Diener seines Hauses und Teil der Gesandschaft aus den Tiefenreiche der Drow, Elashinn, seinen Gruß und die Versicherung wohlmeinender Gesinnung. Es ist uns Drow ein aufrichtiges Anliegen, die Bande zwischen Euren ehrwürdigen Hallen und den unseren nicht allein zu bewahren, sondern gar zu festigen, auf dass Eintracht walte, wo andernorts Zwietracht gedeiht. In diesen unruhigen Zeiten dünkt es weise, dass jene von Einsicht und Macht sich nicht fremd bleiben, sondern einander die Hand reichen im Geiste des Friedens. Zu diesem Behilfe erlaube ich mir, ehrerbietigst um die Gewährung einer förmlichen Audienz zu ersuchen, auf dass eine Delegation aus Elashinn vor Euch treten möge in gebührender Haltung und mit allem Respekt, den Eurem Range und Eurer Stellung gebührt. Zu jenem Treffen gedenken wir, ein wohlbedachtes Geschenk darzubringen – ein Sinnbild unserer Achtung und unseres ernsthaften Wunsches, die Freundschaft zwischen unseren Völkern zu bekräftigen und zu ehren.

So Ihr es gestattet, will ich über die von Euch bestimmte Zeit die Delegation informieren, sie in angemessener Würde begleiten, auf dass alles nach Eurem Brauch und zu Eurer Zufriedenheit geschehe.

Mögen Weisheit und Stärke Euer Urteil leiten.

Tath’raen
Schreiber der Delegation aus Elashinn

Als Tath'raen den Stift senkte und seinen Brief betrachtete, wurde ihm ganz übel ob der hässlichen Worte. Aber sie waren nötig - die Rivvin liebten es, wenn man sie anheuchelte. Also wird dieser Brief wohl genügen. Und sollte die Malla Ilharess es verweigern, eine Delegation zu berufen, dann würde er eben alleine gehen müssen - schließlich ist die Statue eine Aufgabe Lloth'.

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