Das Glas knallte als ich es auf dem Tresen stellte: "Noch einen, Vorn." Der Bartender schaute zu mir herüber und ich konnte es in seinem Gesicht sehen, dass er mir am liebsten sagen würde, dass ich bereits genug getrunken habe. Aber dort war auch Furch. Furcht vor diesem ihm noch kaum bekannten Drow, der vor ein paar Tagen in diesem "Elashinn" auftauchte.
Verdammt denke ich mir, als ich meine Schläfen massierte vielleicht hattest du wirklich genug. Diese Kopfschmerzen nerven. Das hier war mein Leben seitdem wir aus Moonglow abgewandert sind und durch die Tunnel zurück ins Underdark. Wir fanden Elashinn, aber nicht unser Elashinn. Wir fanden dieses Elashinn. Die Ilharess war aufgeregt, aber kaum betraten wir das Gewölbe, löste sie sich in Luft auf. Ich weiß noch, wie schockiert ich war, als sie plötzlich verschwand - mit ihrem Ableben sah ich das meine auch enden. Doch dann stand sie dort, in diesem Elashinn, aber es war nicht sie. Es war jemand anderes, der nur so aussah, wie meine Ilharess. Diese Ilharess war anders, eitler, strenger, verborter. Ich hasse sie jetzt schon geht es mir durch den Kopf; dann lächle ich und stelle sarkastisch fest: Eine gute Eigenschaft für eine Ilharess.
Vorn brachte es nicht über sich, mir mein nächstes Glas zu verwehren. Ich trank erneut. Das war mein Leben bisher. Ich sitze in dieser schäbigen Kneipe und trinke den billigen Pilzfusel. Ich hasse das alles hier so sehr. Meine Privilegien sind weg, mein Zimmer ist weg, mein Netzwerk ist weg. Ich bin allein und wieder so wehrlos, wie damals, als ich meine Ilharess bat, mich aufzunehmen. Schaffe ich das erneut? Will ich das?
Den anderen scheint es besser zu gehen. Erst gestern karm Lyr'sa in die Kneipe und meinte zu mir, dass sie in diesem Elashinn geachtet, sogar gefürchtet sei. Dieses Elashinn ist alles andere als Normal - ein Welt in der ausgerechnet Lyr'sa gefürchtet ist? Aber ihre neue Garderobe steht ihr ausgezeichnet... schwärme ich vor mich hin, während ich an das Leder auf ihrer Haut denke. Lyr'sa hat mich aufgenommen, wie einen Straßenköter, der nicht weiß, wo er schlafen soll. "Noch einen, Vorn!"
Hinter mir sitzt ein anderer Sargtlin, Dorovir oder so. Er starrt mich schon eine Weile an, als würde ich nicht bemerken, dass er dies tut. Er will etwas von mir, aber auch er spricht mich nicht an.
Ein Seufzen geht durch mich hindruch. Ich bin wieder ganz unten. Stellte ich mit Bedauern fest. Wenigstens gibt es billigen Pilzschnapps Ich trank.