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Antwort auf: Rückkehr nach Elashinn - Jhea'kryna Ky'Alur

Erbin zweier Wege

Jhea'kryna Ky'Alur 01.02.2026 23:53
Email: keine
Discord: Jhea

Jhea’kryna erwachte in Elashinn.

Der Stein ihrer Kammer wölbte sich über ihr. Die Luft trug den Geruch von Tiefe, von altem Gestein und stiller Macht. Für einen kurzen Moment war ihr Geist leer. Sie hatte gut geschlafen. Die Anstrengungen der letzten Tage - eine Messer zum Tage des Ultrinnan - sowie diverse Opferungen, gebete und Segnungen hatten sie einiges an Kraft gekostet. Sie streckte sich und erhob sich von Ihrer Bettstatt.

Erinnerungen brachen über sie herein, wie eine Flut, die keinen Widerstand kannte. Sie sah Elashinn, wie es verlassen worden war, sah den Exodus, Drow, die sich von der Stadt lösten, Gesichter hart vor Entscheidung und Sorge. Sie sah sich selbst - nein nicht sich selbst, eine Fremde die ihr gesicht trug, die sie hätte sein können, wenn die Umstände etwas anders gewesen wären.

Sieh sah die Gründung der Academia Ars Magica entfaltete sich vor ihr: Diskussionen, Machtfragen, Zugeständnisse, die als Vernunft getarnt waren. Die vorbereitenden Treffen mit einem Mann den ihr Zwilling Aetherium nannte und gut kannte. Auch Sie kannte einen solchen Mann, wenn auch nur flüchtig.

Dann Rhajadan von Löwenstein - den Rekter der AAM, seine unfähigkeit auf die Gefahr zu reagieren. Wie er ihr von den Magistern Fizbain und einem Magier aus Duesterhafen - dessen Namen sie nicht kannte - überlassen wurde.
Seinen Stolz, seinen Widerstand, sein Brechen in Ihrem Kerker. Sorn hatte das Verhör, kühl geführt, präzise, ohne Hast. Der Moment, in dem klar wurde, dass Wissen allein keine Macht war, solange jemand anderes entschied, wie es angewandt wurde.

Sie sah den Weg nach Moonglow, das fremde Licht, die Oberfläche, die Notwendigkeit, sich anzupassen. Sie sah, wie aus Übergang Dauer wurde, wie aus Improvisation Struktur entstand.

Jhea’kryna setzte sich auf. Die Erinnerungen fanden ihren Platz. Sie gehörten nun ihr. Das Leben ihres Zwillings enthüllte sich vor ihr, Nützliches wurde aufgenommen. Nutzloses verschwand im Reich der Vergessenheit.

Sie erhob sich und trat auf den Balkon ihres Qu’ellars.

Elashinn lag unter ihr, vollständig, wachsam. Am Rand des großen Platzes bewegte sich eine Gruppe. Drow aus Moonglow, versprengt, erschöpft, ihre Ordnung verloren. Ihre Schritte trugen Sie auf den marmornen Boden des Narbondellyn. Sie blieben stehen, als sie Elashinn betraten, suchten Halt, suchten ein Zeichen.

Jhea’kryna betrachtete sie lange.
Ihre Herkunft war bedeutungslos. Ihre Geschichten waren es ebenso.

Sie waren Drow, in ihrer Stadt, und gehörten nun zu ihrem Haus. Und damit waren sie ihr unterstellt.

Ein knappes Zeichen genügte. Diener setzten sich in Bewegung. Befehle gingen weiter, ohne ausgesprochen zu werden. Die Neuankömmlinge würden verteilt werden. Aufgaben würden zugewiesen. Loyalität würde geprüft. Wer sich fügte, blieb. Wer zögerte, lernte. Wer sich widersetzte, verschwand aus der Rechnung.
Die vielversprechendsten würden noch vor Ende des Tages vor ihr stehen und Ihr Loyalität schwören - oder... sie musste den Gedanken nicht zuende denken.

Jhea’kryna empfand dabei weder Zorn noch Genugtuung. Macht brauchte keine Emotion. Sie wandte sich ab und kehrte in das Innere ihres Hauses zurück. Dort lag die Karte der Schattenwelt ausgebreitet. Pergament, gezeichnete Linien, Markierungen von Einfluss und Möglichkeit
Sie beugte sich über die Karte.

Die Erinnerungen der anderen Jhea’kryna regten sich noch, flüchtig, wie Nachhall. Sie ließ sie verstummen. Diese Welt verlangte keine Abwägung. Sie verlangte Richtung. Und Richtung wurde gesetzt.

Die Schattenwelt lag vor ihr, bereit, neu geordnet zu werden.


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