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Der Weg der Vel'Xundussa

Xurina Ky'Alur

Nun stand Sie da. Beschämt und ein wenig in Zweifel. Die Ilharess hatte Sie mit dem Veldruken alleine gelassen. Es war nicht so, dass Sie Sorn nicht traute, jedoch wollte Sie ungerne in seiner Schuld stehen. Sorn gehörte als Veldruk der gleichen Kaste an. Obwohl er ein Jaluk war, wusste Xurina, dass er mehr wert hatte als so manche Jabbress oder Yathrin. Sie respektierte Ihn für das was er war.
Im nächsten Moment schnitt sich Sorn in die Hand, sein Blut bewegte dunkel und ölig in der Handinnenfläche. Ohne Vorwarnung drückte er Xurina die Hand ins Gesicht. Die Flüssigkeit drang in Augen, Nase und Mund. Metallischer Geschmack mit einem bitteren Abgang.
Die Veränderung ließ nicht lange auf sich warten. Als erstes war es ein Pochen und dann ein kaltes Brennen.
"Tricks der kleinen Rivvin Faern, aber was können sie schon? Fleisch ist willig jede Form zu halten.Aber die Vel'Xundussa hat die Seele geschwärzt", meinte Sorn.
Dann zog er sein Blut zurück, Xurina spürt wie etwas in Ihr Riss, die Verankerung wurde gelöst und zwischen Schmerzen und Stolz wohl wissend, dass es zu funktionieren schien. Das dunkle Blut, als hätte es Widerhaken gebildet und sich an den Fluch geklammert, um ihn wie lästigen Leim abzuziehen.

Sie konnte spüren wie sich etwas erst von Ihrem inneren löste, dann bröckelte die Haut und platzte auf wie ein nasser Keks. Schmerzen, erst zögerlich, dann ein kalter brennender Schmerz, die Haut darunter war noch da. Sie war dunkel und die Haare gingen vom Braun ins Weiss über, Xurina verlor die Kontrolle über ihren Körper. Es fühlte sich genau wie die Wandlung an, nur umgekehrt.
Innerlich plante Sie schon, wie Sie Rotlöckchen zur Strecke bringen konnte, als Sie den letzten Fetzen der Haut ablegte zog Sorn Sie zusammen und presste den Fluch fast zu Erbsengröße zusammen, dann öffnet er beide Hände und sagte:“Hier die Chance, nicht nur wieder zum Volk zu gehören, sondern die Prüfung anzunehmen.Wirf sie weg, und sei frei, aber eine Versagerin im Auge der Drow. oder Schluck es, und befreie dich, selbst nochmal.“

Dann überließ er ihr die erbsengroße Kugel, ließ Sie in Ihre geöffneten Hände fallen. Die mittlerweile rotglühenden Augen musterten die runde Form. Dann schluckte Xurina die Kugel und meinte lediglich kurz:“Das ist der Weg der Vel’Xundussa.“

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