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Re: Wolves and the Light Elf Are'vin

Are'vin Sarr'ha

Zwischen den uralten Eiben hatte er im Schatten verharrt, lautlos, ungesehen und doch ward seine Präsenz nicht gänzlich verborgen, ganz bewusst. Nun trat er hervor, lautlos wie ein Lichtstrahl, der durch das Blätterdach fiel. Das silberne Leuchten seiner Augen im aufgehenden Mondschein war kein Zufall der Natur, sondern Ausdruck eines Geistes, der tief mit den Strömen des Waldes verbunden war. Ein Kind Ostens selbst, dem Schutz des Yew sowie seiner Bewohner verpflichtet. Und dem tiefen Glauben, gar der Überzeugung des einzig wahren Weges Ostens folgend. So gab er sich zu erkennen und verharrte regungslos. Die Griffe der feinen Klingen an seinem Gürtel und der Bogen auf dem Rücken blieben unberührt, doch jede seiner Bewegungen verriet die Anspannung eines Jägers, der einem anderen Raubtier begegnete.
Sein Blick ruhte auf Nathan, durchdringend und wachsam.
„Wölfe im Schafspelz...“

Die Worte glitten ruhig über seine Lippen, als koste er ihren Sinn.
„Eine bemerkenswerte Warnung.“

Für einen Augenblick schwieg der Klingentänzer. Die Energien des Waldes flossen um ihn herum wie unsichtbare Strömungen. Jeder Baum, jede Wurzel und jedes Blatt schien ihm von dem Fremden zu berichten, der sich in ihre Mitte gewagt hatte.
Während die Präsenz des Klingentänzers wohl eher einem wohlig warmen Sonnenstrahl an einem Sommermorgen glich, Flora und Fauna dazu brachte ihre Blüten zu erheben, ihre Bauten zu verlassen und mit Kraft und voller Lebensenergie den Tag zu begrüßen war die Präsenz seines Gegenübers eine gänzlich andere.
Kühl, vergehend und nur kurz sichtbar wie ein Atemhauch an einem kalten Wintertag der nur für einen Moment als Nebel sichtbar wird und dann wieder in vermeidlicher Dunkelheit verschwindet.

„Du spürst meine Gegenwart“
Sprach er dann gen Nathan und seine Augen verengten sich leicht.

Diesen Besucher umgab ein Schatten und dieser trug einen Geruch mit sich, den selbst die Jahrhunderte nicht aus den Wäldern tilgen konnten. Doch galt es vorsichtig zu sein, Yllaria nannte ihn Feya, vermochte sie nicht zu sehen, zu spüren was er wahrnahm? Welche Rolle spielte sie?
Und Emerald, er sah vermutlich einfach nur einen Telor.

Kurz stieg in ihm der Gedanke auf wie Ulyrea'sa'jar oder Nu‘Anir bereits den Bogen gespannt oder die Klingen gezogen hätten.
Are'vin machte einen einzelnen Schritt vorwärts. Nicht bedrohlich, sondern bestimmt.

„Nun Feya Yllaria’s, mutig... oder töricht wandelst dhao durch den Yew, meinen Blicken nicht verborgen.“
Ein schwaches Lächeln huschte über seine Züge, verschwand jedoch ebenso schnell wieder.

„Die Geister dieses Ortes beobachten uns beide. Sie erinnern sich an Kriege, die älter sind als manche Reiche der Sterblichen. Sie erinnern sich an Blut, Verrat und gebrochene Schwüre. Und sie vergessen niemals jene, die Ostens Geschenk verschmähten“

Sein Blick wanderte kurz zu Yllaria und kehrte dann zu Nathan zurück.
„Sprich also klar, tuêl'mar, shiâ'za nea. Bist du der Wolf, vor dem du warnst? Oder fürchtest du eben jenen?“
Mit diesen Worten blieb der Klingentänzer stehen. Unbeweglich wie eine Statue aus Mondlicht, doch bereit, im nächsten Herzschlag zur Klinge zu werden.

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