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Thorian D'Ulferan
Der Abend begann unerwartet angenehm. Als ich gerade meine Rüstung für eine Jagd richtete, traf Sziedeyna ein. Es freute mich sehr, sie zu sehen, und nach kurzem Gespräch beschlossen wir, künftig das vertrautere „Du“ zu verwenden – ein Zeichen dafür, dass zwischen uns inzwischen Freundschaft gewachsen ist. Eigentlich hatte ich vorgehabt, allein nach Destard aufzubrechen, um dort einige Ungeheuer zur Strecke zu bringen. Sziedeyna zeigte jedoch sofort Interesse, mich zu begleiten. Da auch sie mehr Erfahrung mit Monstern als mit Räubern und Wegelagerern besitzt, entschieden wir uns gemeinsam für die Höhlen von Destard als Ziel unserer Jagd. Vor Ort suchten wir zunächst Drake auf, der wie üblich Aufträge gegen gute Bezahlung vergab. Doch noch ehe wir die Höhlen betreten konnten, tauchte diese eine als gefährlich geltene Drow auf, die uns unwissverständlich zu verstehen gab, sie nicht zu stören. Woraufhin wir beschlossen, uns Ettins, Trollen und Orks andernorts anzunehmen. Später machten wir uns dann doch noch in die Höhlen auf. Ich erklärte Sziedeyna die Gefahren der Gegend und wies sie auf die verschiedenen Drachen sowie die Zyklopen hin, die dort lauerten. Gemeinsam kämpften wir uns durch die Höhlen und sammelten dabei nicht nur Erfahrung, sondern auch eine stattliche Menge Gold. Hier lernten wir uns nun auch von einer anderen Seite kennen und schätzen! Während unserer Jagd kreuzte erneut diese Drow unseren Weg. Ihre übliche Arroganz und ihre Drohungen machten sie nicht sympathischer. Später trafen wir zudem auf Anna Deton, die sich ebenfalls in die Gegend begeben wollte. Ich warnte sie vor der Drow, worauf sich eine längere Unterhaltung über Dunkelelfen entwickelte. Während Anna ihre Nützlichkeit als Handelspartner hervorhob, waren Sziedeyna und ich deutlich skeptischer. Für mich steht fest, dass man bei solchen Gestalten größte Vorsicht walten lassen sollte. Gold mag vieles aufwiegen, Vertrauen jedoch nicht. Sziedeyna schien eine noch tiefer gehende Abneigung gegenüber den Dunkelelfen zu pflegen. Beizeiten werde ich sie darauf ansprechen müssen. Nachdem Anna ihrer Wege gegangen war, kehrten Sziedeyna und ich nach Britain zurück. Die Jagd war erfolgreich gewesen, doch die Müdigkeit machte sich bemerkbar. Trotzdem fiel mir der Abschied schwerer, als ich erwartet hätte. Deshalb fragte ich sie, ob sie in den kommenden Tagen erneut Zeit für eine gemeinsame Jagd aufbringen könne. Zu meiner großen Freude sagte sie sofort zu. Wir verabschiedeten uns schließlich mit der Aussicht, uns vielleicht schon am nächsten Abend wiederzusehen.
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