Loretta lag eingeschlafen in ihrem Bett in ihrem Zimmer. Ein Knarzen der Tür ließ sie aufwachen.
„Air?“, entfuhr es ihr leise und schlaftrunken. Sie hob den Kopf leicht an und drehte ihn in Richtung Tür. Im Halbdunkel des Raums erkannte sie die Silhouette Airs, der stumm in der Tür stand. Sie ließ den Kopf wieder aufs Kissen sinken und wartete ab.
Sie hörte die langsamen, aber bestimmten Schritte Airs näher kommen, bis er schließlich direkt vor ihr stand. Sie rührte sich nicht und wartete. Nach einer Weile setzte sich Air wieder in Bewegung und zog ihr das Bettlaken mit einem Ruck davon. Loretta zuckte, blieb aber regungslos liegen.
Air griff Loretta unter die Arme und richtete sie wie eine Puppe auf. Er zog ihr das Nachthemd vom Leib und ließ sie eine Weile so vor sich sitzen, während er sie betrachtete.
Schließlich packte er sie erneut und positionierte sie vor sich, den Oberkörper aufgerichtet, das Becken zu ihm. Loretta zitterte leicht. Er drang ein. Kurze Zeit später war er fertig. Sie verharrte in der Pose.
Kein Wort. Schweigen.
Nach einer Weile sank Loretta langsam auf die Matratze nieder und griff zum Bettlaken. Als sie sich damit zudecken wollte, hielt Air ihre Hand fest und nahm ihr das Laken wieder aus der Hand. Sie blieb unzugedeckt. Nackt. Entblößt.
Loretta versuchte, sich langsam aufzurichten, aber Air drückte sie mit seiner Hand nieder. Eine Hand von ihr tastete erneut nach dem Bettlaken; als ihre Finger vorsichtig einen Zipfel gefunden hatten, nahm er ihn ihr wieder aus der Hand.
Loretta blieb liegen. Minuten vergingen.
Sie schluchzte und brachte schließlich zitternd und heiser, als hätte sie gerade innerlich geschrien, ein paar Worte heraus: „Warum… machst du das?“
Air schwieg. Loretta versuchte erneut, sich zu rühren, aber seine Hand hielt sie an Ort und Stelle.
Ihr Schluchzen wurde stärker. Ihr Körper bebte immer wieder kurz unter seiner Hand.
Air nahm die Hand von ihr, und ihr Schluchzen verstummte. Als sie seine Hand sich auf der Matratze abstützen spürte, entkam es ihren Lippen: „Bitte bleib.“
Air verharrte still in seiner begonnenen Bewegung.
Loretta setzte nach: „Bitte geh nicht.“
Es vergingen Sekunden, die sich für Loretta wie eine Ewigkeit anfühlten.
„Air?“
Dann setzte er seine begonnene Bewegung fort, stand auf, ging zur Tür und schloss sie hinter sich.
Nach einer Weile tastete sie erneut nach dem Bettlaken und zog es endlich über sich, weiter als sie es sonst getan hätte, bis nur noch etwas von ihrem Haar zu sehen war. Ein leises Schluchzen war zu hören, das irgendwann, fast unmerklich, verging, als der Schlaf sie nahm.