Etwas war... falsch. Meine Stimme sie hallte wider und war weit weg. Die bekannten Pfade um die Taverne herum - unbekannt. Ich folgte dem Weg weiter, Schritt um Schritt. Das innere Gespür für Orte, für Richtungen, ausgeprägt auf den langen Reisen, die ich als fahrender Spellude bewanderte, schrie laut, dass ich längst am ersehnten Ziel hätte ankommen müssen. Die Gedanken schweiften zurück, immer mühsamer war es sich voranzubewegen, da das Ziel ja schon längst hätte erreicht sein sollen. Was passierte hier nur?! Erinnerungen von Personen und Wesen überall um mich herum - und doch war niemand da. Die zwei ledernen Instrumententaschen, die ich mit mir führte schaukelten leicht bei jeden Schritt hin und her, rieben gegeneinander. Was sonst von selbst einen Takt ergeben sollte, war dissonant und so chaotisch dass ich es weder in Lyrik, noch in Musik zu beschreiben in der Lage wäre. Ich wollte einfach nur raus aus dem Wahnsinn und... heim. Urplötzlich nahm ich wahr, wie meine Hand sich auf etwas Kühles legte. Vertraute Form, Substanz, Dichte und... der Klang der Hoffnung? Ich blinzelte und nahm die Tür nun erst wahr - die Hand die ohne bewusstes Zutun versuchte die Verriegelung zu öffnen. Die letzte Kraftanstrengung war zäh und sie zehrte an meiner gar eigenen Existenz: Stück um Stück öffnete sich der Spalt und ich blickte in den Schankraum, erkannte Zuflucht, erkannte... Realität und erblickte Türkis.
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