Sa’shiya hatte den Hain mit der Sonne im Rücken verlassen. Still durchwanderte sie Wälder und Auen, Siedlungen beharrlich meidend. Ohne die gebündelte Aura der vier Elementar-Altäre fühlte sie sich von unsicherer Rastlosigkeit getrieben, doch das Band auf ihrem Haupt vermochte sie hinreichend zu festigen. Mit jedem Schritt zeigte sich die Welt vertrauter; glaubte sie Bilder aus fernen Erinnerungen zu erblicken. Dann ein wärmendes Gefühl von Heimkehr, sie hatte die Grenzen des Yew überschritten. Im Herzen dieses verzauberten Ortes ruhte seit Urzeiten eine Kolonie ihres Volkes. Ein Wiedersehen mit alten Begleitern herbeisehnend schritt sie zwischen den wohlbekannten Behausungen umher. Farendor, Jelena, Liasanya, ein Jeder wurde mit vorsichtig grüßendem Nicken und zurückhaltendem Lächeln bedacht. Ihr sorgloses Betragen sollte nicht ungestraft bleiben. Noch an der Schwelle von Eriu’s Hütte sah sich Sa’shiya plötzlich mit einer abnormen Manifestation konfrontiert. Eine grobe Gestalt von kaltem, grünem Glanz versperrte den Weg, beglotzte sie mit flimmernd bohrendem Leuchten. Instinktiv zeigte sie mit drohendem Knurren die spitzen Eckzähne, doch die groteske Erscheinung blieb davon unbeeindruckt. Die deutliche Warnung ignorierend, versuchte sie gar, das Wort an Sa’shiya zu richten. Von der bizarren Aussprache gänzlich irritiert, zog sie sich langsam auf den Vorplatz zurück, aber das Wesen ließ nicht von ihr ab. Eine weitere Gestalt trat hinzu. Die beiden schienen einander vertraut. Worte wurden gewechselt, und Sa’shiya spürte, wie sich ihre Anspannung verdichtete. Schon zuckten die Krallen angriffslustig. Dann, mit einem lauten Fauchen, stürzte sie davon, verschwand, getrieben von wildem Instinkt in den Tiefen des Waldes. Beiträge in diesem Thread
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