Der Nebel lag über den dunklen Mauern Minnersbachs und der fast fertigen Festung ein Knappe mit hastigen Schritten durch das knarrende Tor trat. In seinen zitternden Händen hielt er das versiegelte Schreiben – das Wachs noch warm, als hätte es Eile gehabt, seine Bestimmung zu erreichen. Geehrter Lord Vasai, ich sende Euch diese Zeilen in der Gewissheit, dass die Zeit drängt und unsere Unternehmungen bald neue Entscheidungen erfordern werden. Die Arbeiten an der Festung schreiten stetig voran; Stein auf Stein wächst unser Bollwerk gegen die Vergänglichkeit. Doch mit dem nahenden Abschluss erhebt sich eine Frage, die nicht unbeachtet bleiben darf: Was soll mit den „überschüssigen“ Bauhelfern geschehen, sobald ihr Zweck erfüllt ist? Der Gedanke, sie als Fundament für den Hof zu nutzen, mag auf den ersten Blick zweckmäßig erscheinen – doch ich rate zur Vorsicht. Ein solches Vorgehen könnte unvorhergesehene Folgen nach sich ziehen. Wir sollten nicht leichtfertig mit Kräften umgehen, die einst einen eigenen Willen besaßen, so gebrochen er nun auch sein mag. Vor einiger Zeit führte ich ein Gespräch mit Lord Talfar, in welchem wir die Möglichkeit einer Erweiterung unseres Reiches erörterten. In diesem Zusammenhang könnten jene Diener von erheblichem Nutzen sein. Viele unter ihnen waren einst stolze Krieger Britains, ehe sie fielen und nun, dem Tode entrissen, unserem Willen unterliegen. Ihre frühere Stärke ist nicht gänzlich erloschen – sie wartet lediglich darauf, erneut gelenkt zu werden. Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Ressource nicht vergeuden sollten. Stattdessen könnte sie der Schlüssel zu weiteren Eroberungen sein. Es besteht daher dringender Bedarf an einer Unterredung. Zu vieles steht auf dem Spiel, als dass wir diese Entscheidung dem Zufall überlassen dürften. Ich erwarte Eure Antwort und hoffe, Euch bald persönlich gegenüberzutreten, um die nächsten Schritte zu planen. Hochachtungsvoll, Beiträge in diesem Thread
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