Dieser Text wurde mittels KI aus dem Rollenspiel-Log erstellt. Sziedeyna blieb vor ihrem Haus stehen und schaute etwas ratlos auf die Tür. Sie spürte Leben im Obergeschoss. Die sanguine Signatur war deutlich genug, dass sie nicht lange überlegen musste, wer dort wahrscheinlich auf sie wartete. Thorian. Ihr Blick wanderte langsam nach oben, ungefähr dorthin, wo sie ihn hinter den Wänden wahrnahm. Eine Weile blieb sie so stehen, ohne sich weiter zu bewegen. Er war wirklich hier. Nach den letzten Tagen hatte sie nicht gewusst, was sie bei ihrer Rückkehr erwarten würde. Ein leeres Haus vielleicht. Oder zumindest eines, in dem sie erst einmal wieder mit sich allein gewesen wäre. Nun aber war Thorian dort oben und mit dieser Erkenntnis kamen all die Gedanken zurück, die sie auf dem Weg hierher noch irgendwie hatte auf Abstand halten können. Was würde er sagen? War er wütend? Enttäuscht? Hatte sich etwas zwischen ihnen verändert? Vielleicht hätte sie einfach umdrehen können. Sziedeyna stand noch eine Weile unentschlossen vor dem Haus, als fürchte sie fast, was sie darin erwartete. Dann atmete sie einmal tief durch und setzte sich langsam in Bewegung. Möglichst leise öffnete sie die Haustür und trat hinein. Im Erdgeschoss blieb sie zunächst stehen und schaute sich um. Alles wirkte ruhig. Ihr Blick fiel auf den Bierschrank und nach einem kurzen Zögern ging sie hinüber und öffnete ihn. Einige der Flaschen darin waren leer und anschließend wieder zurückgestellt worden. Sziedeyna betrachtete sie kurz und schloss den Schrank dann wieder leise. Also hatte Thorian tatsächlich eine Weile hier verbracht. Sie wandte sich der Treppe zu und stieg langsam die Stufen hinauf. Wie so oft war sie barfuß unterwegs und ihre Schritte verursachten kaum ein Geräusch. Oben angekommen sah sie ihn. Thorian lag auf einer aus mehreren Kissen zusammengelegten Bettstatt. Die Kerze, die sonst unten auf dem Tisch stand, hatte er mit nach oben genommen und neben sich abgestellt. Sie war erloschen. Er selbst lag seitlich da, einen Arm und ein Kissen unter dem Kopf, die Beine etwas angewinkelt. Er schlief. Sziedeyna blieb stehen und betrachtete ihn. Sein Atem ging regelmäßig und ein leises Schnarchen war zu hören. Sie wirkte eine Weile fast wie erstarrt. Nach all den Gedanken der letzten Tage war es seltsam, ihn nun einfach dort liegen zu sehen. Friedlich. Als wäre gar nichts geschehen. Langsam ging sie näher. Als sie sich über ihn beugte, nahm sie einen leichten Biergeruch wahr. Sie schnupperte kurz in der Luft und ihr Blick wanderte für einen Moment zum Kamin. Auch dieser war offensichtlich nicht benutzt worden. Kalter Aschegeruch hing im Raum. Thorian machte im Schlaf ein kurzes Schmatzgeräusch. Sziedeyna schaute wieder zu ihm hinunter. Noch immer wusste sie nicht so recht, was sie tun sollte. Sie hätte ihn wecken können. Mit ihm sprechen. Das wäre vermutlich das Vernünftigste gewesen. Stattdessen betrat sie vorsichtig die Kissen und ließ sich langsam neben ihm nieder. Dort blieb sie zunächst einfach liegen. Thorian grunzte kurz und sein Arm zuckte etwas, aber er wachte nicht auf. Sziedeyna beobachtete ihn weiter. Dann begann sie zögerlich, etwas näher zu rücken. Nur ein kleines Stück. Sie hielt wieder inne. Noch etwas näher. Wieder wartete sie. Sie war sich nicht einmal sicher, warum sie dabei so vorsichtig vorging. Vielleicht weil sie noch immer nicht wusste, ob sie das überhaupt durfte. Ob zwischen ihnen noch alles so war wie zuvor. Schließlich berührte sie ihn. Als nichts geschah, schmiegte sie sich sacht an seine Seite. Thorian bewegte sich und drehte sich auf den Rücken. Sziedeyna spannte sich kurz an, blieb aber neben ihm liegen. Dann kuschelte sie sich noch etwas enger an ihn. Nun schien auch Thorian ihre Anwesenheit wahrzunehmen. Sein Körper bebte leicht, als er tief Luft einsog. Sziedeyna schreckte ein wenig zurück. Er öffnete die Augen jedoch nicht. Stattdessen tastete eine seiner Hände nach ihr. Sziedeyna betrachtete ihn unsicher und ließ ihn ihren Arm finden. Thorian nahm ihn und legte ihn über seine Brust. Seine Hand blieb darauf liegen, während er langsam den Kopf zu ihr drehte. Sziedeyna presste die Lippen aufeinander und schaute ihn angespannt an. Dann erschien ein vorsichtiges Lächeln auf seinem Gesicht. Er wusste also, wer da neben ihm lag. Sziedeyna näherte sich langsam mit dem Kopf dem seinen. Thorian atmete wieder tief ein und ein leichtes Beben ging durch seinen Körper. Ihre Lippen waren nun nur noch wenige Fingerbreit voneinander entfernt. Sziedeyna zögerte. Dann gab sie ihm einen zaghaften Kuss auf den Mund. Kaum hatten sich ihre Lippen berührt, zog sie den Kopf auch schon wieder zurück und betrachtete ihn aufmerksam. Thorian bewegte sich nicht von ihr fort. Im Gegenteil. Wieder ging ein leichtes Beben durch seinen Körper und sein Lächeln wurde breiter. Sziedeyna näherte sich erneut. Sie gab ihm einen zweiten kurzen Kuss. Diesmal begann auch sie langsam zu lächeln. Sie zog sich danach nicht mehr so weit zurück, sondern blieb mit ihrem Gesicht dicht vor seinem. Ihr Blick wanderte über seine Züge, als müsste sie sich erst wieder vergewissern, dass er tatsächlich hier war. Dass dies wirklich Thorian war und nicht nur etwas, das sie sich nach den vergangenen Tagen zu sehr gewünscht hatte. Als sie sich etwas von seinen Lippen entfernte, bewegte Thorian seinen Kopf leicht hinterher. „Du bist endlich zurück“, sagte er leise. Seine Stimme klang von Sehnsucht geplagt. Sziedeyna öffnete leicht den Mund und ließ hörbar etwas zittrig die Luft entweichen. Sie antwortete nicht. Stattdessen küsste sie ihn ein drittes Mal. Dieser Kuss war anders als die beiden davor. Sie zog sich nicht sofort wieder zurück, sondern verweilte auf seinen Lippen und begann noch immer zaghaft, ihre Lippen wiederholt sanft gegen seine zu drücken. Thorian empfing ihre Küsse, ohne mehr daraus zu verlangen. Kein Drängen. Keine Forderung. Sziedeyna schmiegte sich dabei noch enger an ihn. Da bemerkte sie eine kleine Träne, die sich unter einem seiner geschlossenen Lider hervorschob. Sie hielt kurz inne. Dann krabbelte sie über ihn und betrachtete sein Gesicht von oben. Die Träne lief langsam über seine Haut. Sziedeyna senkte den Kopf und nahm sie sanft mit der Zungenspitze auf. Anschließend ließ sie sich einfach auf Thorian nieder, als wäre er ein besonders bequemes Kissen. Ihr Kopf landete neben seinem auf seiner Schulter und ein wohliges Seufzen entfuhr ihr dicht an seinem Ohr. Thorian schlang die Arme um sie. Auch über das Band zwischen ihnen nahm Sziedeyna nun deutlich wahr, was in ihm vorging. Erleichterung. Und Liebe. Sziedeyna entspannte sich spürbar. Sie ließ mehr von ihrem Gewicht auf ihm ruhen und hörte eine Weile nur seinem Herzen zu. Es schlug kräftig unter ihr. Lebendig. „Dein Herz ...“, flüsterte Sziedeyna schließlich. „Es schlägt so schön.“ „Weil es für dich schlägt“, antwortete Thorian ebenso leise. Seine rechte Hand wanderte nach oben und strich durch ihr Haar. Dann öffnete er langsam die Augen. Sziedeyna hob den Kopf, um ihn ansehen zu können. Sie biss sich etwas auf die Unterlippe und lächelte ihn warm an. „Du bist ja hier geblieben ...“, sagte sie leise. Sie hatte es beinahe wie eine Frage ausgesprochen. Thorian blinzelte wegen der Feuchtigkeit in seinen Augen ein paarmal. „Ich schaute regelmäßig, ob du heimgekommen bist“, erklärte er. Sziedeyna sah ihn weiter an. „Heute Nacht wollte ich einfach bleiben“, fuhr Thorian fort. „Vielleicht wusste etwas in mir, dass du heimkehren würdest?“ Er hielt kurz inne. „Vielleicht war es auch meinem Trotz geschuldet“, ergänzte er mit einem leichten Grinsen. „Hm“, machte Sziedeyna nur und schaute ihn verliebt an. Eine Weile genoss sie einfach den Moment. Aber eine Frage ließ sich nicht länger zurückhalten. „Dann magst du mich noch?“, fragte sie schließlich. „Nein“, antwortete Thorian knapp. Sziedeyna erstarrte für einen Augenblick. Dann führte Thorian weiter aus: „Es ist so viel mehr!“ Sziedeyna schluckte und sah ihn abwartend an. In seinem Blick lag dieselbe ehrliche Zuneigung, die sie schon vor ihrem Verschwinden darin gesehen hatte. „Und ... hm“, setzte sie an. Sziedeyna zögerte. Vielleicht verstand er auch so, worauf sie hinauswollte. Thorian sah sie jedoch nur fragend an. Also musste sie es wohl doch aussprechen. „Also, äh ... da war letztes Mal etwas zwischen uns ...“, sagte Sziedeyna zögerlich. Sie suchte in seinem Blick nach einer Antwort. „Da war etwas. Tatsächlich“, bestätigte Thorian. „Und es wird bestimmt noch ausgesprochen werden müssen. Aber für den Moment zählt, für mich, nur, dass du wieder in meinen Armen liegst.“ Noch ausgesprochen werden müssen. Die Worte trafen Sziedeyna sofort. Ihre Unsicherheit kehrte zurück. Sie richtete sich abrupt auf, löste sich von Thorian und ging zwei Schritte durch den Raum. „Aber mach dir keine Sorgen darüber“, versuchte Thorian sie sofort zu beruhigen. Sziedeyna wandte ihm den Rücken zu. Ihr Blick suchte irgendetwas im Raum, aber eigentlich suchte sie wohl eher nach einem Gedanken, den sie greifen konnte. Wenn es noch besprochen werden musste, dann war es nicht erledigt. Dann war es wichtig. Sie drehte sich wieder zu ihm um. Thorian hatte sich inzwischen aufgerichtet und saß im Schneidersitz auf den Kissen. Sziedeyna schaute besorgt zu ihm hinunter. „Wenn es noch besprochen werden muss, ist es wichtig, und ich ...“, begann sie. Sie stockte. „... ich ...“ „Wirst nicht wieder gehen!?“, platzte es besorgt aus Thorian heraus. Sziedeyna stieß frustriert Luft aus. „N ... nein“, antwortete sie und schüttelte etwas überrumpelt den Kopf. Thorian nickte erleichtert. „Aber ... du ...“, begann Sziedeyna erneut. Ihre Stimme wurde leiser. „... könntest gehen.“ „Soll ich denn?“, fragte Thorian. Enttäuschung schwang in seiner Stimme mit. Sziedeyna schaute ihn irritiert an. „Was? Nein!“, entfuhr es ihr und sie schüttelte vehement den Kopf. Natürlich sollte er nicht gehen. Wie kam er überhaupt darauf? „Aber wenn ich dir nicht geben kann, was du brauchst ...“, fügte Sziedeyna leiser hinzu. „Dann deute doch so etwas nicht an!“, erwiderte Thorian. Seine Stimme klang erleichtert, aber auch etwas vorwurfsvoll. Sziedeyna schaute betrübt zu Boden und schüttelte mehrfach leicht den Kopf. „Du gibst mir so viel Wichtiges“, sagte Thorian beinahe aufbrausend. Sziedeyna sah ihn noch immer nicht an. „Aber reicht es?“, fragte sie. „Und ... und ich wusste doch nicht ... Aber!“, stieß Thorian hervor. Seine Worte überschlugen sich fast. Sziedeyna hob langsam wieder den Blick. „Ja, bei allem, was mir wichtig erscheint! Es reicht!“, sagte Thorian eindringlich. Sziedeyna schaute ihn überrascht an. „Wirklich?“ „Alles darüber hinaus liegt in deinem Ermessen“, antwortete Thorian nun wieder ruhiger. Mit diesen Worten spürte Sziedeyna, wie sich plötzlich etwas in ihr löste. Sie hatte sich diese Frage in den letzten Tagen immer wieder gestellt. Vielleicht sogar schon länger. Was, wenn das, was sie ihm geben konnte, irgendwann nicht mehr ausreichte? Was, wenn er sich zwar jetzt damit zufriedengab, insgeheim aber doch auf etwas wartete, das sie ihm nicht geben konnte? Nun sagte er einfach, dass es reichte. „Auch“, begann Thorian vorsichtig, „wenn mich schmerzt, dass du denken könntest, es wäre anders.“ Sziedeyna schwieg einen Moment. „Nein, es ... ich ...“, setzte sie an und seufzte. „Ich will nur nicht, dass dir etwas mit mir fehlt.“ Sie setzte sich auf ein Kissen am anderen Ende des Lagers und schaute zu ihm. „Dass du dir vorstellst, wie es wäre, wenn ich ... anders wäre, und es dir wünschst“, führte Sziedeyna weiter aus. Thorian blickte sie eine Weile nachdenklich an. Sziedeyna erwiderte seinen Blick stumm. „Wie ich bereits sagte, an jenem Abend: Es wirkt belanglos neben den wirklich wichtigen Dingen, die es mit dir zu teilen gibt“, sagte Thorian schließlich. Er atmete einmal tief durch. Sziedeyna schüttelte ungläubig den Kopf. „Bist du wirklich echt, Thorian D'Ulferan?“, fragte sie. Sie erhob sich etwas und krabbelte wieder ein kleines Stück in seine Richtung, bevor sie sich erneut hinsetzte. „Das weiß ich nicht“, antwortete Thorian und sein Blick wanderte kurz ins Leere. Sziedeyna sah ihn an. „Ich hab dich gar nicht verdient“, flüsterte sie und seufzte liebevoll. Thorian dachte kurz über ihre Worte nach. „Vielleicht haben wir uns ja gegenseitig nicht verdient“, sagte er. Dann breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. „Aber die Vorsehung kann mich mal kreuzweise!“ Sziedeyna musste ebenfalls lächeln. Dann krabbelte sie vollständig zu ihm zurück und schmiegte sich wieder an ihn, zusammengerollt und dicht an seiner Seite. Für einen kurzen Moment schien Thorian selbst von seinen eigenen Worten überrascht zu sein. Sziedeyna kümmerte es nicht. Sie lag wieder bei ihm. Eine Weile verging, bis ihr plötzlich etwas auffiel. „Oh, der Kamin ...“, sagte Sziedeyna und schaute zur kalten Feuerstelle. „Oh, ja. Ich wollte mir nicht die Mühe machen, ihn zu entfachen“, antwortete Thorian. Er hielt kurz inne. „Für mich alleine“, fügte er hinzu. Sziedeyna betrachtete den Kamin. „Ich hole schnell etwas Holz aus dem Keller“, sagte sie. Sie erhob sich etwas behäbig. Eigentlich wollte sie gerade überhaupt nicht aufstehen. Auch Thorian gab ihren Arm, auf dem seine Hand gelegen hatte, nur ungern frei. „Ja, gerne“, antwortete er. Sziedeyna stand schließlich ganz auf und ging die Treppe hinunter. Kurz darauf verließ sie das Haus und verschwand im Keller. Es dauerte eine Weile, bis sie mit mehreren Holzscheiten auf den Armen zurückkehrte. Die Haustür stand noch offen und sie trat wieder hinein, ging nach oben und fand Thorian bereits neben dem Kamin vor. Er hatte inzwischen alles vorbereitet, was sie zum Entfachen des Feuers brauchten. Sziedeyna legte einige Scheite in den Kamin und den Rest daneben. „Ah! Ich sehe, du hast schon vorgesorgt“, sagte sie erfreut. Thorian lächelte. „Dann wollen wir mal!“ Sziedeyna schaute zu, wie er Feuerstein und Stahl nahm. „Das kannst du so gut“, sagte sie zu ihm. Während Thorian begann, beides gegeneinanderzuschlagen, ging Sziedeyna wieder zu den Kissen und ließ sich dort nieder. Er konzentrierte sich sichtlich. Seine Zunge lag leicht in seinem Mundwinkel, während er wieder und wieder versuchte, einen Funken auf das Anmachholz überspringen zu lassen. Sziedeyna grinste breit. Dann begann sie damit, die vielen Kissen um sich herum zusammenzuschieben. Wenn sie schon hier lagen, konnte man es auch richtig bequem machen. Sie platzierte einige hinter sich, andere daneben und schob so lange daran herum, bis aus der improvisierten Bettstatt ein regelrechtes kleines Nest geworden war. Schließlich ließ sie sich erwartungsvoll hineinfallen. Kurz darauf gelang es Thorian, das Anmachholz zum Glimmen zu bringen. Er pustete vorsichtig hinein und bald erschien eine kleine Flamme. Weitere Holzscheite kamen hinzu, bis das Feuer schließlich kräftig genug brannte und langsam Wärme im Raum verbreitete. Mit einem zufriedenen Grinsen wandte Thorian sich zu Sziedeyna um. Sein Blick fiel auf das von ihr gebaute Kissennest. „Das lädt ja zum Kuscheln ein“, sagte er mit liebevoller Stimme. Sziedeyna hob die Hand und lockte ihn mit dem Zeigefinger zu sich. „Komm!“ „Da lasse ich mich nicht zweimal auffordern!“, erwiderte Thorian und kam rasch zu ihr. Er nahm seinen Platz hinter Sziedeyna ein. Sie lehnte sich sofort gegen ihn zurück und schloss die Augen. Ein zufriedenes Seufzen entfuhr ihr. Thorian legte seine Arme um sie und bettete seinen Kopf auf ihrer Schulter. So blieb Sziedeyna eine Weile liegen. Das Feuer knisterte vor ihnen und verbreitete langsam angenehme Wärme. Hinter ihr spürte sie Thorians Körper und seine Arme, die sie umschlossen hielten. Irgendwann begann sie leise zu sprechen. „Die letzten Tage waren die Hölle, aber jetzt bin ich wieder im Himmel angekommen.“ Sziedeyna atmete entspannt aus und ließ dabei die gesamte Luft aus ihrer Lunge entweichen, ohne anschließend wieder einzuatmen. Thorian seufzte wohlig. Für einen Moment schien ihm nichts anderes wichtig zu sein. Sziedeyna spürte es auch über das Band zwischen ihnen. Fast nichts anderes. Da war noch etwas. Sie konnte nicht genau sagen, was es war. Eine verborgene Regung vielleicht, die sich nicht ganz in die sonstige Zufriedenheit einfügte. „Hm“, machte Sziedeyna leise, blieb aber regungslos liegen. Thorian vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Was auch immer dort noch in ihm gewesen war, er schien es für den Moment nicht aussprechen zu wollen. Sziedeyna ließ es dabei. Sie bewegte sich ein wenig hin und her und suchte eine bequemere Position. Thorian half ihr dabei, indem er seine Beine unter ihre angewinkelten Beine schob und seinen Körper so um sie legte, dass sie beinahe wie in einer Sitzschale in seinen Armen ruhte. Sziedeyna räkelte sich zufrieden. „So müsste es für immer bleiben“, sagte sie leise. „Ja“, antwortete Thorian ebenso leise. „Das hätte was.“ Sziedeyna schloss wieder die Augen. Irgendwann schliefen sie beide ein. Während der Nacht wechselten sie immer wieder unbewusst ihre Positionen. Ein Arm verschob sich, ein Bein fand einen anderen Platz und gelegentlich drehten sie sich auf den Kissen herum, bis es wieder bequem war. Der große Kissenberg half dabei erheblich. Und so verbrachten sie die Nacht eng beieinander, während das Feuer langsam herunterbrannte.
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