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Versunken...

Be'ryll

...hockte ich am Haus in der Nähe Farendors und streckte die Klaue nach dem widerlich stinkenden Morast aus. Auch wenn Yllaria nicht hier war, um nach dem "Blut-Moos" zu schauen, wollte ich in die Tiefe sehen, um das zuviel an Wasser abzuleiten und diesen Sumpf mit und mit zu trocknen. Der Sumpf und Morast überall in der Siedlung Yews und im Wald war nicht gut. Es war nicht gut, dass die i-ama den Gestank ertragen mussten an dem Ort, den sie "Heimat" nennen.

Ich lauschte tief in den Boden hinein, hörte das Flüstern des Steins gedämpfter an diesem Ort, der mit Humus und Leben durchdrungen war. Ich hatte gelernt, dass die Elfenmagie sich auf diese Aspekte stärker stüzte, als auf Stein, Mineral, Erz, Kristall und auch Feuer. Aber ich vermutete, dass es irgendwo auch ein Miteinander dieser verschiedenen Eben des "Flüsterns" gab.

Mein Streben war nun und an diesem Ort das Gestein ein wenig zu verschieben, so dass feste, Wasser blockierende Komponenten und durchlässige Schichten neu angeordnet werden konnten, damit sich das widernatürlich ansammelnde Wasser nicht zu diesen giftigen Morastflecken zusammenfinden konnte.
Das war ein schweres Vorhaben und jedes Mal, wenn ich mich daran versuchte, zehrte es an den Kräften und der Effekt war nur schwer wahrnehmbar, aber er war wahrnehmbar. Auch wenn es mühselig war, so konnte ich dem Yew und seinen Bewohnern zumindest ein wenig helfen, bis wir die Quelle bei dem Un-toten schließlich beseitigen können.

Ich merkte zu spät, dass mich innerhalb der Yew Siedlung etwas ansprang und ich dadurch plötzlich aus der Verbindung mit dem Stein herausrissen wurde.
Ein Schmerz wurde mir zugefügt an meiner rechten Seite - das war das elfte Mal in meiner Existenz, dass ich nun Schmerz empfand. Etwas landete auf mir. Ich war überrascht, denn es war eine sehr große schwarze Katze.
Ich war zweifach verwirrt, denn zum einen wusste ich nicht, warum ich von einem Wesen aus Yew oder den Wäldern attackiert wurde, noch hatte ich jemals solch eine große Katze gesehen. Und diese versuchte mir auch noch in den Hals zu beissen! Das wollte ich dann nicht, aber zugleich wollte ich dem Wesen keinen direkten Schaden zufügen, da ich ja vesprochen hatte, dem Yew und seine Bewohner zu unterstützen und zu schütz-en.
Also wischte ich die Katze mit der Schwinge von mir herunter und schaffte es, mich zu erheben - sie war aber wieder in der Luft um erneut zu mir zu gelangen mit Klauen und Zähnen.
Zwei Flügelschläge hoben mich ein Stück in die Luft, wobei ein Biss an meiner Schwinge abrutschte, mir jedoch wieder leicht Schmerzen bereitete. "Warum tust Du das, Katze? Ich will Dir nichts tun, wenn Du auch zum Yew gehörst! Außer Du bist un-tot."
Die Katze landete und war im Begriff erneut auf mich zuzuspringen, als ich selbst den Kontakt zum Boden wiedergewann und dem Stein flüsterte. Keinesfalls wollte ich einem Wesen der Wälder flüssiges Gestein entgegenschleudern oder es ernsthaft verletzen, aber ich konnte versuchen es festzuhalten und vielleicht dann zu beruhigen. Der Stein hörte mein Flüstern und an der Stelle wo die Katze stand, schossen Kristalle aus dem Boden, um das Tier zu umschließen. Doch es war als hätte der Panther schon auf das Aufwallen meiner Magie reagiert, bevor sich Kristall manifestierte. Die Katze fauchte und rannte plötzlich davon. Die Kristallstruktur sackte in sich zusammen.
Tief atmete ich durch. War das wieder diese "Angst", die das Gegenteil von "Mut" sein sollte?
Warum hatte mich ein vermeintliches Wesen Yews angegriffen? Jede Nacht, wenn der Tag mich entließ, begrüßte ich als erstes alle Wesen um die Siedlung herum, weil "Kennenlernen" alle Gründe gegen Angst abschaffte.
Leise grollte ich und beschloss, meine i-ama zu suchen und zu fragen, was ich hätte anders oder besser machen sollen.

Schwerer Schwingenschlag hob mich in den nächtlichen Himmel der Elfensiedlung.

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