Verwundert
Are'vin Sarr'ha
Verwundert blickte Are’vin auf sein Bett, in dem sich zwei Katzen in seine Laken kuschelten. Eigentlich war es darum gegangen, Be’ryll aus Yew fortzubringen. Zu seiner eigenen Sicherheit. Dieser Angriff eines großen Panthers gab Anlass zur Besorgnis. Und so hatte der Klingentänzer angeregt Be’ryll einstweilen weit weg vom Yew bei sich in Vey’dha Obdach zu gewähren. Be’ryll der Gargyl er war wahrhaftig nicht unauffällig im Yew. War er ein Freund? Er wollte es zumindest sein. Letztlich stellte sich die Frage für Are’vin erst einmal nicht. Er war nützlich und damit galt es ihn vor Schaden zu bewahren. Doch das würde er ihm und Yllaria so wohl nie sagen. Die kleine Elfensiedlung lag in einem Tal, umgeben von hohen Bergen. Wohl mehr als genug Gestein für jemanden wie Be’ryll. So hatte er einst gedacht. Doch nun blickte er am Tage aus dem Fenster auf eine versteinerte Statue Be’rylls. Etwas versteckt stand sie im Schatten der Bäume in seinem Garten, seiner Oase der Ruhe. Und damit nicht genug, Yllaria war gleich mit eingezogen. Unwillkürlich wanderte sein Blick weiter. Dort oben zwischen den Ästen des Kirschbaumes hatte sich Yllaria zurückgezogen. Selbst aus der Entfernung wirkte sie erschöpft. Offenbar hatte sie ihre Suche nicht aufgegeben. Das überraschte ihn nicht. Die Waldelfe war selten jemand gewesen, der offene Fragen einfach ruhen ließ. Ein schwaches Lächeln huschte über sein Gesicht. Doch wenn E’lessar recht hatte, lag der Grund bei den Fey selbst. „Natürlich“, murmelte Are’vin leise. Er hätte sie hinaustragen können. Vermutlich hätte er es sogar versuchen sollen. Doch er kannte Katzen inzwischen gut genug, um zu wissen, dass dies lediglich zu einer Diskussion führen würde, die er am Ende ohnehin verlieren würde. Mit einem kaum merklichen Kopfschütteln wandte er sich wieder der eigentlichen Sorge zu. Entweder hatte E’lessar recht und es waren die Fey selbst die ein Wesen wie Be’ryll nicht akzeptieren konnten oder…, und der Gedanke ließ Zorn in dem Klingentänzer aufsteigen, es hatte doch etwas mit dieser Krypta zu tun die sie einst befriedet hatten. Nur zur Sicherheit würde er sich nochmal auf den beschwerlichen Weg machen und die Krypta nochmal in Augenschein nehmen. Zudem…, sein Blick verharrte auf den schlafenden Katzen in seinem Bett, war hier derzeit eh wenig Platz. Irgendwo dort draußen suchte E’lessar nach Antworten. Und er selbst hatte das ungute Gefühl, dass die kommenden Tage mehr ans Licht bringen würden, als ihnen allen lieb sein konnte. Beiträge in diesem Thread
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