„Ich dachte, nach dem Schleim wäre ich durch das Schlimmste. Falsch gedacht." Ich trinke. Pause. Trinke nochmals. „Echsen. Ganze Rudel. Zischend, schnappend, mit Klauen und Schwänzen, die als Waffe genauso gefährlich sind wie die Zähne. In Gruppen — die arbeiten zusammen, das überrascht einen beim ersten Mal. Eine lenkt ab, die andere schlägt von der Seite. Ich habe Respekt vor einem Tier, das taktisch denkt. Das heißt nicht, dass ich es am Leben gelassen habe." „Die Ratten." Ich lasse ein kurzes, freudloses Lachen. „Jemand hat mir einmal gesagt, er fürchte sich vor Ratten, und ich habe ihn ausgelacht. Das war, bevor ich diese Ratten gesehen hatte. Menschengroß, manche größer. Mit Zähnen, die durch Holz beißen wie durch Käse. Rasend schnell, vollkommen wahnsinnig, absolut furchtlos. Sie werfen sich einfach auf einen drauf — ohne Plan, ohne Zögern, ohne jeden Selbsterhaltungstrieb. Gegen einen einzelnen bin ich gut. Gegen zwanzig auf einmal — da lernt man, das Schwert sehr zügig zu bewegen. Und dann, ganz am Ende eines langen Ganges, der nach Rauch und Tier roch — die Orks." Ich lege beide Hände flach auf den Tisch. „Groß. Grün. Wütend. Mit Keulen aus Stein und Holz, die so aussahen, als hätten sie damit schon Stadtmauern eingerissen. Sie schrien etwas in ihrer Sprache — ich verstehe kein Orkisch, aber der Tonfall war eindeutig. Sie waren nicht erfreut über meinen Besuch." „Ich auch nicht über ihren." „Drei von ihnen kamen gleichzeitig. Der erste Keulenhieb traf die Schulter — volles Gewicht, volle Kraft. Ich spürte den Aufprall durch den ganzen Körper, spürte, wie mein Standbein kurz wegrutschte. Aber die Rüstung — nichts. Kein Riss, keine Delle, keine Schwäche. Das Altkupfer und das Guarding taten ihren Dienst, als wäre ein Orkkeulenhieb nicht mehr als ein freundliches Klopfen." Beiträge in diesem Thread
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