Re: Die Hallen der Untoten (Yewkrypta)
Are'vin Sarr'ha [BdW]
17.03.2026 17:54
zuletzt editiert: 17.03.2026 17:55
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Rot flossen die Nachwirkungen dieser Fleischbestie davon, sich mit all dem reinen Wasser verwirbelnd, vermischend und sich nach und nach auflösend.
Langsam ließen die Finger des Klingentänzers ihren Druck auf den schweren Schild weniger werden und obwohl aus robustem und magischem Metall, einst in wahren Feuersbrünsten und womöglich von Osten selbst gefertigt war, drang das Schild nach oben an die Wasseroberfläche; wie eine Feder im Wind und wiegte sanft in der leichten Strömung des kleinen Bachs hin und her.
Ein Schild stark wie kaum eines sonst und es hatte wieder einmal seinen Dienst getan. Zum großen Teil hatte es den Heithol’lilthor vor den zerberstenden Massen dieser Fleischbestie bewahrt. Nun verschwanden diese Reste gänzlich in den unzähligen Wirbeln dieses Wassers mitten im Yew. Hin fortgespült von dem magisch anmutenden Wasser des Waldes.
Hier stand er in diesem Bach, die Stifel ebenso umspült vom Wasser.
Alle Hinterlassenschaften dieser untoten Bestie nahm der Bach bereitwillig mit sich und der Heithol’lilthor hob den Schild, das Wasser perlte wie von dem feinsten Blatt des Waldes hinunter, kein Kratzer keine Kerbe und doch so viele gesehene Schlachten. Makellos glänzte es im letzten Licht des Tages; welches nach und nach dem Mondenschein wich, der sich hier und dort durch die Wolken einen Weg bahnte.
Den Schild auf dem Rücken und aus dem Bach gestiegen, so stand er da, er der Klingentänzer, er der berufen war von Osten selbst, Zeit seines Lebens.
Die Zähne aufeinandergebissen und Zorn verspürend. „Wie konnte ihm diese unheilige Stätte, dieser Ort voller Tod und doch nicht tot entgangen sein?“ Mitten im Yew ein Geschwür voller dunkler Magie, Experimente eines wahnsinnigen Arc war, der sich den dunkeln Künsten zugewandt um sein eigenes frevelhaftes Leben dem Tode zu entziehen… „Nekromant“ hatte in diesem Buch gestanden. Ein Verhalten und ein Eingriff wieder der Liebe Ostens selbst und das mitten unter uns, mitten im Yew.
Ungewöhnlich schwer atmete der Heithol’lilthor den sonst nahe zu nichts außer Atem bringen konnte.
Doch dann mit einem Mondstrahl der sein Gesicht streifte und es in silbriges Licht tauchte, wichen die harten Züge voller Zorn und Zweifel aus seinem Gesicht und machten einem sanften Lächeln den Weg frei.
Die Fey’a waren da, heute so wie einst. Sie waren gekommen als E’lessar gerufen hatte. Der Bund der Wachenden stand bereit und viele weitere waren dem Ruf gefolgt.
Gemeinsam hatten sie die Krypta erkundet und selbst Wesen welchen der Heithol’lilthor noch mit Argwohn begegnete, hatten sich als nützlich und hilfreich erwiesen.
Im Kampf gegen die Scharen von untoten hatten sie sich bewährt und blieben standhaft. Auch jene denen der Unmut und die Abneigung des Kampfes anzusehen gewesen war.
„Sha'rhûn za'aidya“
Mit diesem Gedanken machte sich der Heithol’lilthor auf, bereit und entschlossen der Dunkelheit entgegenzutreten, den Yew und sein Volk vor Unheil zu bewahren, dem Ruf des Bundes zu folgen und das Licht überall dorthin zu tragen, wo es das Übel auszumerzen galt.