(Repost aus dem alten SW- Rollenspielforum, ursprünglicher Poster: Tmavitnost)
Ein gewisser stechender Kopfschmerz hatte sich als fester Bestandteil etabliert, er war eine unvermeidliche Konsequenz aus den letzten Wochen, die er damit verbracht hatte, zu suchen und zu forschen.
Die Beantwortung der Frage, die E’lessar ihm gestellt hatte, nach einem Schicksal, das der Magie zugrunde lag schien anfangs in unerreichbare Ferne gerückt zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil er mit der Problembeschreibung bei der Bibliothekarin nur ein müdes Lächeln hervorgerufen hatte. So hatte er auf eigene Faust Hunderte von Schriften durchsucht. Längst schon war ihm klar geworden, dass er nicht nur auf Bitten seines Freundes dies tat, ihn selbst hatte ein gewisser Eifer gepackt, insbesondere deshalb, da sich auf diesem Gebiet möglicherweise weite Felder auftaten.
Wie kleine Hämmer klopfte der Schmerz von innen gegen seine Stirn, forderte für den Körper die dringend benötigte Erholung.
Auf seinem Schreibtisch stapelten sich unzählige Fetzen, die mit unleserlichen Notizen vollgekritzelt waren, Ordnung zu halten war noch nie seine Stärke gewesen. Er ging mit größtmöglicher Sorgfalt vor, die Schriften, die er entdeckt hatte, und die sich direkt mit dem Phänomen der Schicksalsmagie beschäftigten, lagen offen ausgebreitet vor ihm.
Den abschließenden Bericht, der ihn zwar nicht vollends befriedigte, der aber überblicksartige Kenntnisse vermittelte, fügte er einem erneuten Brief an E’lessar bei.
Der Brief indes bestand aus folgenden Zeilen:
Werter E’lessar,
Ich muss zugeben, dass deine Frage eine durchaus erhebliche Herausforderung für meinen Geist darstellte, mehr noch war es auch ein Geduldspiel, da ich die benötigte Literatur nur unter großen Strapazen aufzufinden in der Lage war. Grob gesagt fielen mir 2 Abschriften von Büchern besonders auf, andere waren zwar auch relevant, jedoch wiesen sie in großen Teilen Überschneidungen mit jenen Werken auf. Beide sind durchaus als alt zu bezeichnen, die Autoren sind ein gewisser Magus Halar Taras und eine Maga namens Kera Mondaine. Es sei gesagt, dass sie in der hiesigen Fachwelt nicht gerade mit Wohlwollen betrachtet wurden, vielmehr sahen sie sich mit einer Außenseiterposition konfrontiert. Ich füge dies der Vollständigkeit halber an, natürlich hat es für dich nicht sehr große Bedeutung, da du wohl kaum auf deine Reputation unter menschlichen Magiern bedacht bist, indes, ich zog es vor, des Nächtens die Bibliothek aufzusuchen. Ich hoffe, dass der beiliegende Bericht, der sowohl als Komprimierung wie Zusammenfassung die wesentlichen Punkte ihrer Theorien behandelt, dir in deiner Suche weiterhelfen.
Ich verbleibe mit freundschaftlichem Gruße, der mit beiliegendem Bericht wohl auch etwas an arkanem Wissen an sich hat
Tmavitnost, Magus der Kristallomantie
Er lächelte kurz, als er die abschließenden Zeilen verfasste, E’lessar würde die Spitze sehr wohl verstehen. Nach einer kurzen Beschwörung eines entsprechenden Dieners, der das Schreiben überbringen würde, fiel er in einen tiefen und traumlosen Schlaf.