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[Recap] Der Suchende (Die Entdeckung des Herbstes - No'Kahrjanda)

E'lessar Telperien

(Repost aus dem alten SW- Rollenspielforum)

Fast hätte sich der Gedanke in ihm eingenistet, dass der Zufall ihm zugespielt hatte. Aber in Anbetracht seines Vorhabens musste er sich wohl an den Gedanken gewöhnen, dass sich das Ziel seiner Neugier im Fluss befand – und er selbst schwamm in diesem Fluss mit. Wenigstens hatte er langsam das Gefühl, nicht mit dem Kopf nach unten zu treiben.

Elrohir S’urion. Er hatte inzwischen festgestellt, wo das Dorf lag, aus dem der junge Lichtelf kam. Auf dem Weg von dort an die Stätte der Stille gab es nicht viele Siedlungen, und an den meisten war Elrohir vorbeigekommen; niemand dort hatte sie gesehen. Auch in Yew gab es keine Spur von ihr. Dennoch gab es vielleicht einen Weg, ihm zu helfen. Elrohir hatte Potential, das brach lag. Mit der Aussicht, auf die Schiffe zu gehen hatte niemand die Begabung bemerkt, die in ihm schlummerte.

Wenn er sich nicht irrte, gab es mehr als nur die Bindung zwischen Bruder und Schwester zwischen den beiden. Und selbst wenn er sich irrte, konnte es Elrohir nur nutzen, seine Fähigkeiten zu beherrschen, wenn er seine Suche außerhalb des Bangra fortsetzen sollte.

E’lessar streckte seine Sinne weit aus, an einen Punkt, wo sich Wald und Gischt auf einem Felsen wirbelnd vermischten. Nur Augenblicke später schlug er an diesem Ort die Augen auf, musste sich gegen den Wind stemmen, um an Ort und Stelle zu bleiben. Hier konnte er nachdenken, waren die Geräusche von Mana und wirklicher Welt fast gleich, sich nur um Nuancen gegeneinander verschiebend, einen klirrend hellen Unterton erzeugend, der ihn einhüllte, den Geist befreite.

Tiefe Atemzüge im Gleichklang mit den Wellen, die am Felsen fraßen, Tag um Tag, Jahr um Jahr, bis er oder das Meer selbst verschwunden wären. Und obwohl es wie eine Ewigkeit schien, hatte sich nichts verändert, als er die Augen aufschlug, den Widerstand gegen den Wind aufgab und nach hinten fiel.

Ein kurzes Jauchzen und der Wind, der eben noch drohte, ihn ins Verderben zu schicken, trug ihn entschlossen nach oben, auf die nahen Klippen zu. E’lessar schmeckte noch einmal das Salz und die Feuchtigkeit auf seinen Lippen, dann trug ihn ein weiterer Zauber zurück in seine Heimat, dorthin, wo er auch Elrohir vermutete.
Dem Anlass angemessen formte sich auf den Metern, die er zurücklegte, das Iphaldi zu einer engen Robe, die nur nach hinten weit ausladend, wallend über den Grasboden strich.

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