Im Nachhinein würde E’lessar keine Erklärung dafür bieten können, warum er allein den Zauber begonnen hatte. Vielleicht war es die Selbstüberschätzung der Jugend. Vielleicht war sein eigenes Schicksal ihm über den Kopf gewachsen. Was auch immer den letzten Ausschlag gab – an einem lauen Frühlingsabend war E’lessar allein zum sala’mandra gekommen. Zunächst nur schweigend, abwartend. Doch der Plan war bereits gefasst. Jede Verbindung der Manaknoten, jeder Manastern hatte seinen Platz in der Vorstellung des Endirô. Aber E’lessar war jung und so viele Geheimnisse der salamandra’a waren ihm noch fremd. Malindra hätte ihn warnen können, welche der Verbindungen seiner Magie dem Tosen der Zeit nicht standhalten würden. Doch er war allein am sala’mandra. Nervös stand E’lessar von dem mandra-elym, dem Ritualsteinkreis. Wenn er seinen Zauber einmal begonnen hätte, dann musste er schnell sein. Andere würden das Ritual bemerken, und er wusste nicht, ob es ihm dann erlaubt werden würde, es zu beenden. Das Ritual an sich war ebenso gefährlich, unbekannt. Shy’lia hätte ihn warnen können, welche Zyklen des Waldes er nicht beachtet hatte. Doch er war allein am sala’mandra. Als die Sonne fast gänzlich untergegangen war, und die ersten Sterne am Nachthimmel zu sehen waren, hob er beide Hände gen Himmel, schloss die Augen und begann. Es vergingen nur wenige Herzschläge, bis all seine Fehler erkannte. Ihm fehlte die Erfahrung, ihm fehlte die Kraft. Die Magie zerfloss zwischen seinen Händen, überwältigte seinen Geist. Felja’rar hätte ihn stützen können, ihre Intuition wäre seine Rettung gewesen. Doch er war allein am sala’mandra. Dann erschien ihm die Lösung. Zwei Wege vor dem Lichtelfen. Einer sah den Wald in Flammen, sein Ritual außer Kontrolle. Einer sah eine Zukunft für die Fey. Aber nicht für ihn. Sein letzter Gedanke galt Yaquiria. Eôna’iama. Beiträge in diesem Thread
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