Die Fey hatten berichtet. Velendahn hatte seinen Weg zurück in den Wald gefunden. Der Ku’ri za‘ianna, hatte den Yew vermisst, als er ihm entrissen wurde. E’lessar hatte das vorausgeahnt. Aber er konnte nun dennoch keine einzige seine Fragen beantworten. Vielleicht war das auch nicht notwendig. E’lessar war verändert aus dem la‘dhaômra’alwarania’bha zurückgekehrt. Eine Veränderung die er selbst kaum in Worte fassen konnte. Sein Geist streckte sich aus, suchend nach dem Amulett auf dem fernen Schrein, während er selbst vor dem val’ama galo’o stand, barfüßig, die Zehen in den moosigen Waldboden gegraben. Die Iphaldi wallte auf, war für einen Moment kaum stofflich, nur nebelgewordenes Mana. Wie feinste Staubkörner waren die Spuren auf dem Metall des Amuletts verteilt. Blitzende Einblicke in die Vergangenheit, eingefroren auf der Oberfläche der kleinsten Manafunken. Selbst für den Endirô kaum zu erkennen, warfen sie Schlaglichter auf Szenen aus Velendahns Leben. Oft verzerrt durch die sägende, schleifende Wirkung der Zeit, die aus klaren Erinnerungen kaum kenntliche Reliefs formt und irgendwann nichts zurücklässt außer vagen Empfindungen. E’lessar schloss die Augen fester, atmete tief aus. Die Bilder waren undeutlich, fremd. Doch wenn sie übereinanderlagen, ergab sich ein Muster. So tief eingebrannt in das Wesen des Elfen Velendahn, dass die Zeit ihr auslöschendes Werk noch nicht beendet hatte. Unvermittelt öffnete der Elf die Augen. Die Verbindung riss ab, ließ die Iphaldi erzittern. Für einen Augenblick nackt und wehrlos sank er auf die Knie, keuchend. „Yewa‘le. Ara’eona.“
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