Online: 3

Re: Zwischen Sturm und Standhaftigkeit

Ramires Vasai

Noch bevor die Alarmglocken erklangen, hatte Ramires es gespürt. Nicht den Rauch. Nicht das Feuer. Sondern etwas Tieferes... ein Riss in der Stille, der sich wie kalter Stahl durch seine Sinne zog.

Er stand am Rand der Stadt, dort wo die Schatten der Mauern auf die Felder trafen. Die Luft war schwer, zu schwer. Sie schmeckte verbrannt, noch bevor die Flammen sie erreichten.
Und die Nacht… die Nacht war verstummt. Kein Vogel. Kein Hund. Kein Atemzug der Natur.

Etwas näherte sich.

Etwas Großes.

Etwas, das nicht in diese Welt gehörte.

Als der rötliche Schein über den Baumwipfeln Aufstieg und der Boden unter seinen Füßen vibrierte, hob Ramires langsam den Blick. Sein Gesicht blieb reglos, doch in seinen Augen spiegelte sich ein Funken Erkenntnis... nicht Wissen, sondern Instinkt.

Er löste sich aus dem Schatten und trat auf die Mauer zu, wo Lord ni’Dulana und Lord Talfar bereits standen. Er sagte nichts, als er sich neben sie stellte. Worte waren in diesem Moment überflüssig. Sein Blick sprach für sich: kalt, wachsam, unerschütterlich.

"Die Tiere flohen, bevor das Feuer kam“, sagte er schließlich leise, seine Stimme wie ein dunkler Hauch. „Und nun schweigt selbst die Nacht. Das, was sich nähert… ist nicht nur Feuer.“

Ein Funken glitt über seine Augen, als er in die Ferne sah... nicht Furcht, sondern Erkenntnis.

“Ich werde draußen sein. Zwischen dem, was kommt… und der Stadt.“

Und wie ein Schatten löste er sich wieder aus dem Licht der Fackeln und verschwand in der Dunkelheit... dorthin, wo er hingehörte.

Beiträge in diesem Thread