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Eine unbequeme Aufgabe

Aenur Dent

Ein Zucken durchfuhr seinen Körper, und die Stuhlbeine scharrten mit einem lauten Kratzen über den Holzboden der alten Mühle. Aenur atmete tief ein und kam schnell zu sich. Er war wohl kurz eingenickt. Nur ein Traum. „Diese elende Harpyie lässt mich nicht einmal mehr im Traum in Ruhe“, brummte er leise in sich hinein.

Als er aus dem Fenster blickte, dämmerte es bereits. Doch etwas lag in der Luft, das ihn sofort beunruhigte. Ein schwerer Geruch von verbranntem Holz hing über dem Land. Dazu diese ungewöhnliche Stille. Keine Hunde. Keine Stimmen. Nur Wind.

Er überlegte nicht lange und griff nach seinen Sachen, die wie immer griffbereit auf dem Tisch lagen. Kurz darauf verließ er mit schnellen Schritten die Mühle. Als er den Marktplatz erreichte, erkannte er bereits Lord Vasai, der scheinbar ebenfalls auf dem Weg zur Wehrmauer der Stadt war. Aenur folgte ihm wortlos.

Die Treppen zur Mauer nahm er zügig. Oben drängte er sich an den ersten Gardisten vorbei und erkannte bereits eine kleine Gruppe von Lords, die zum Horizont blickten und sich leise beratschlagten.

Dann sah er es selbst. Ein rötlicher Schein kämpfte sich am Horizont durch die grauen Wolken aus Qualm. Aenur spuckte aus. „Was ist das nun wieder für eine neue Teufelei …“ Er trat zu den anderen und hörte sich die Lage an. Als er von den zwei gefallenen Kundschaftern erfuhr, wanderte sein Blick sofort zu Lord ni‘Dulana. „Die waren noch in der Ausbildung zu Kundschaftern“, brummte er mit etwas genervter Stimme. „Dafür hättest du sie nicht lossenden dürfen.“ Danach schwieg er kurz und blickte wieder hinaus in die Ferne.

Das Feuer war selbst von hier noch deutlich zu erkennen.

„Allerdings müssen wir wissen, was da auf uns zukommt“, sagte er schließlich ruhig. „Ich bereite alles vor und breche schnellstmöglich zusammen mit Snort auf…“ Der Waldläufer wandte sich ab und verließ die Stadtmauer wieder. Seine Gedanken arbeiteten bereits. Er wusste, dass das dort draußen keine leichte Aufgabe werden würde und jeder Fehler sehr wahrscheinlich den Tod bedeuten würde.

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